Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Albertine StollHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Die seit 1997 jährlich verliehene Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten, die sich um die demokratische Gesellschaft verdient machen. Mit dem Preis ist ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro verbunden.
In seiner Dankesrede kritisierte der 70-Jährige Politiker dafür, in den vergangenen zwei Jahrzehnten den Dialog mit der Bevölkerung vernachlässigt zu haben. Besonders nannte er die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den amtierenden Kanzler Olaf Scholz, denen er Schweigen und mangelnde Bürgerbeteiligung vorwarf. Grönemeyer verglich ihr Verhalten mit dem von Fußballspielern – selbst Gegner arbeiteten auf dem Platz zusammen, so sein Argument.
Zudem rief er die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, selbst aktiv zu werden und sich stärker in das gesellschaftliche Leben einzubringen. Seine Botschaft war eindeutig: Man solle die Zukunft nicht fürchten, sondern mit Optimismus gestalten.
Der Nationalpreis unterstreicht Grönemeyers Einsatz für soziale Belange. In seiner Rede betonte er die Notwendigkeit eines besseren Austauschs zwischen Führungskräften und der Bevölkerung. Die Auszeichnung würdigt damit auch die Bedeutung aktiver Teilhabe an der Gestaltung der Gesellschaft.
