27 April 2026, 10:25

Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in sichere Arbeitsverhältnisse

Eine Liniendiagramm, das die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in sichere Arbeitsverhältnisse

Immer weniger Beschäftigte in Deutschland wechseln von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, den sogenannten Minijobs, in sozialversicherungspflichtige Stellen. Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang solcher Übergänge seit 2017. Kritiker werfen dem System vor, es fördere keine stabile Beschäftigung, während offizielle Stellen die schwache Arbeitsmarktlage verantwortlich machen.

2017 stiegen noch über 102.000 Minijob-Kräfte in Jobs mit Sozialversicherungsbeiträgen um. Bis September 2022 waren es nur noch 50.831, wobei die Prognose für das gesamte Jahr bei etwa 67.775 liegt. Der Rückgang betrifft auch den Wechsel in Vollzeitstellen: Hier sank die Zahl von 33.953 im Jahr 2017 auf voraussichtlich 21.753 im Jahr 2022.

Auch bei Beziehern von aufstockenden Sozialleistungen gingen die Erfolgsquoten zurück. 2017 fanden noch 27,1 Prozent der Minijob-Beschäftigten, die Leistungen erhielten, eine reguläre Anstellung. Bis September 2022 lag dieser Anteil nur noch bei 18,6 Prozent.

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Politiker kommentierten die Entwicklung scharf. Hülya Düber, CSU-Bundestagsabgeordnete, kritisierte fehlende Anreize und sagte, für viele lohne sich Arbeit schlichtweg nicht. Jan Feser von der AfD warf der Bundesagentur für Arbeit vor, sie "verwaltet Arbeitslosigkeit, statt sie zu beenden". Minijobs seien für viele zur Dauerlösung geworden und würden missbraucht, statt als Sprungbrett in bessere Jobs zu dienen, so Feser weiter.

Die Bundesagentur verteidigte ihre Bilanz und verwies auf die allgemeine wirtschaftliche Schwächephase als Hauptgrund für die stockende Entwicklung.

Die Daten belegen einen kontinuierlichen Rückgang der Übergänge von Minijobs in sichere Beschäftigungsverhältnisse. Da immer weniger Arbeitnehmer in Vollzeitstellen wechseln, wächst der Druck auf die Politik, die Anreizsysteme zu reformieren. Die Debatte dreht sich nun darum, ob das System strukturelle Veränderungen braucht, um den Trend umzukehren.

Quelle