Ingelheim wählt neuen Oberbürgermeister: Drei Kandidaten im Rennen um die Zukunft der Stadt
Jan StahrIngelheim wählt einen neuen Bürgermeister - Ingelheim wählt neuen Oberbürgermeister: Drei Kandidaten im Rennen um die Zukunft der Stadt
Ingelheim am Rhein wählt am Sonntag einen neuen Oberbürgermeister
Am kommenden Sonntag steht in Ingelheim am Rhein die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters an, nachdem der amtierende SPD-Politiker Ralf Claus zurücktritt. Die Wähler können zwischen drei Kandidaten entscheiden: Eveline Breyer (CDU), Sybille Schäfer (SPD) und Stephen Heiser (Grüne). Die Wahl findet vor dem Hintergrund sich wandelnder politischer Strömungen in der Stadt statt, die sich in den vergangenen zehn Jahren abgezeichnet haben.
Bei der letzten Oberbürgermeisterwahl 2020 setzte sich Daniel Wiegand (CDU) mit 58,5 Prozent der Stimmen durch. Seine stärksten Konkurrenten waren damals Volker Vott (SPD) mit 23,1 Prozent und Robert Bechtold (Grüne) mit 10,2 Prozent. In diesem Jahr tritt Breyer bereits zum dritten Mal für die CDU an, während Schäfer die SPD vertritt, deren Unterstützung seit 2014 von 25 auf 18 Prozent gesunken ist.
Die Grünen haben in Ingelheim kontinuierlich an Einfluss gewonnen und ihren Stimmenanteil in den letzten zehn Jahren von 8 auf 15 Prozent gesteigert. Ihr Kandidat Heiser geht nun ins Rennen, während die Partei immer mehr Gewicht in der lokalen Politik erhält. Die CDU hingegen bleibt mit rund 40 Prozent stabil und festigt ihre Position als dominierende Kraft in der Kommunalpolitik.
2014 gewann Wiegand erst in der Stichwahl mit 52,3 Prozent – ein knapperes Ergebnis als in den folgenden Jahren. Seither hält sich die FDP konstant bei 5 bis 7 Prozent, während der Rückgang der SPD im Kontrast zum Aufstieg der Grünen steht. Diese Wahl wird zeigen, ob sich diese Trends unter einem neuen Oberbürgermeister fortsetzen.
Das Ergebnis wird die Führung Ingelheims für die kommenden Jahre prägen. Ein Sieg Breyers würde die langjährige Vorherrschaft der CDU verlängern, während ein Erfolg Schäfers oder Heisers weitere Verschiebungen im politischen Gefüge der Stadt ankündigen könnte. Gleichzeitig wird sich zeigen, ob sich das jüngste Wachstum der Grünen auch in höheren Wahlerfolgen niederschlägt.






