Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20-jähriges Jubiläum mit Rekordteilnehmern
Lissi StiebitzJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20-jähriges Jubiläum mit Rekordteilnehmern
Jekaterinburg feiert 20-jähriges Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung
Mit 101 teilnehmenden Häusern öffnete Jekaterinburgs „Lange Nacht der Museen“ zum 20. Mal ihre Pforten – so viele wie nie zuvor. Tausende Besucher strömten zu Ausstellungen, interaktiven Führungen und Sonderprogrammen in der ganzen Stadt. Zu den Höhepunkten zählten eine nostalgische Reiseausstellung sowie eine Zeitreise in die Frühgeschichte der Computertechnik.
Im Historischen Museum Jekaterinburg war die Ausstellung „Koffermentalität“ zu sehen, die an das 60-jährige Jubiläum der Eröffnung des städtischen Sputnik-Reisebüros erinnerte. Als drittgrößtes Büro der UdSSR – nach Moskau und Leningrad – organisierte es einst Auslandsreisen unter strengen sowjetischen Auflagen. Die Besucher erfuhren, wie Reisende damals mit nur 15 bis 20 US-Dollar für gesamte Trips in „kapitalistische Länder“ auskommen mussten.
Im Museum für Steinschneide- und Juwelierkunst erwartete die Gäste der „Mineral-Podcast“, ein großes Mitmach-Abenteuer mit Workshops zu finno-ugrischen Mythen, Mosaikgestaltung und Miniatur-Mineralausstellungen. Zudem bot das Museum geführte Touren an, die populäre Legenden entzauberten – darunter die berühmte Sage von Danila Meister und der Steinerne Blume.
Technikbegeisterte zog es in den Kreativcluster L52 an der Ecke Baschow-/Leninstraße. Die Tour „Elektronische Zauberer“ präsentierte frühe Computer wie den ersten Ural-Rechner, der einst in Swerdlowsk gebaut wurde. Interaktive Stationen und seltene Exponate gaben Einblick in die technologische Vergangenheit der Region.
In diesem Jahr umfasste die „Lange Nacht der Museen“ mehr Veranstaltungsorte als je zuvor. Die Mischung aus historischen Ausstellungen, interaktiven Rätseltouren und technikorientierten Führungen unterstrich das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Jekaterinburgs. Die Veranstalter verzeichneten eine hohe Besucherzahl – ein Zeichen für die wachsende Beliebtheit des Formats über zwei Jahrzehnte hinweg.






