Julia Klöckner fordert härteres Vorgehen gegen Gewalt an Frauen und digitale Übergriffe
Jan StahrJulia Klöckner fordert härteres Vorgehen gegen Gewalt an Frauen und digitale Übergriffe
Julia Klöckner, Politikerin der CDU, hat sich mit Nachdruck für ein entschlossenes Vorgehen gegen Gewalt an Frauen ausgesprochen. In einem Interview mit der Rheinischen Post am 28. März 2026 begrüßte sie zwar die laufende Debatte, wies jedoch darauf hin, dass zentrale Aspekte weiterhin vernachlässigt würden. Als Beispiele für anhaltende Bedrohungen nannte sie Zwangsehen, Gruppenvergewaltigungen sowie einen kürzlich vermuteten Übergriff in Neukölln.
Klöckner betonte, dass Gewalt gegen Frauen unabhängig von kulturellem oder religiösem Hintergrund uneingeschränkt verurteilt werden müsse. Sie forderte eine offene Auseinandersetzung mit allen Formen von Missbrauch – auch mit jenen, die oft ignoriert oder verharmlost würden.
Die Politikerin setzte sich zudem für rechtliche Reformen ein, um digitale Gewalt wirksamer zu bekämpfen, und bezeichnete solche Maßnahmen als längst überfällig. Über gesetzliche Regelungen hinaus hob sie die Bedeutung von Bildung hervor: Schulen und Familien müssten von frühester Kindheit an Gewaltfreiheit und Respekt vor Frauen vermitteln.
Mit einem direkten Appell an Männer unterstrich Klöckner, dass diese eine aktive Rolle bei der Veränderung von Einstellungen übernehmen müssten. Als Väter prägten sie maßgeblich, wie ihre Kinder Frauen und Gewalt wahrnähmen, so die Politikerin. Ihre Äußerungen machten deutlich, dass Fortschritt nur durch gemeinsame Verantwortung gelingen könne.
Klöckners Aussagen fallen in eine Zeit wachsender öffentlicher Diskussionen über geschlechtsspezifische Gewalt. Sie fordert schärfere Gesetze, flächendeckende Aufklärung und eine stärkere Einbindung von Männern, um das Problem zu lösen. Das Interview zeigt: Ihr geht es nicht um bloße Debatten, sondern um konkrete Taten.






