K+S setzt auf direkten Windstrom für klimaneutrale Produktion bis 2045
Hans Jürgen ZobelK+S setzt auf direkten Windstrom für klimaneutrale Produktion bis 2045
Ab August bezieht das Werk Werra Verbund Windstrom direkt aus zwei neuen Anlagen
Ab August wird das Werk Werra Verbund von K+S direkten Windstrom aus zwei neuen Windkraftanlagen beziehen. Die beiden Turbinen, die in der Nähe von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen stehen, speisen den Strom ohne Umweg über das öffentliche Netz ein. Der Schritt ist ein weiterer Baustein auf dem Weg des Konzerns, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Die von der MPC Capital betriebenen Anlagen verfügen über eine Gesamtleistung von 11,4 Megawatt. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs des Werks ab. Über ein ganzes Jahr gerechnet soll der Windpark rund drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs am Standort liefern.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag, um die Windkraftanlagen mit dem Werk zu verbinden. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Ein direkter Liefervertrag mit MPC Capital stellt sicher, dass die Energie unmittelbar in die Produktion fließt – etwa für die Herstellung von Düngemitteln und anderen chemischen Prozessen vor Ort.
Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass das Projekt zur Unternehmensstrategie passe. Durch die Umgehung des öffentlichen Netzes könne erneuerbare Energie effizienter genutzt werden. Zudem unterstütze die Lösung den industriellen Wandel, ohne dass große Investitionen in neue Infrastruktur nötig seien.
Ab August werden die Windräder Strom liefern und so die Abhängigkeit von externen Energiequellen verringern. Die Initiative ist Teil des langfristigen Ziels von K+S, bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen.
