23 March 2026, 04:20

Kemptens politischer Umbruch: Freie Wähler beenden 30 Jahre CSU-Ära

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und detaillierter Wahltermine.

Kemptens politischer Umbruch: Freie Wähler beenden 30 Jahre CSU-Ära

Kempten wählt nach drei Jahrzehnten erstmals neuen Oberbürgermeister

Christian Schoch von den Freien Wählern hat die Oberbürgermeisterwahl in Kempten mit 55 Prozent der Stimmen gewonnen und damit die jahrzehntelange Ära der CSU an der Spitze der Stadt beendet. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent – ein Zeichen für die anhaltenden Verschiebungen in der lokalen Politik.

Seit 1996 hatte die CSU das Amt des Oberbürgermeisters inne, als Ulrich Netzer das Ruder übernahm. 2014 gab er den Staffelstab an Thomas Kiechle weiter, der die Vorherrschaft der Partei fortsetzte. Doch in diesem Jahr erreichte Kiechle nur 45 Prozent der Stimmen und unterlag damit Schochs stärkerem Ergebnis.

Die Wahl markiert einen Wendepunkt in Kemptens politischer Landschaft. Seit die CSU 1996 ihre absolute Mehrheit verloren hatte, gewannen andere Parteien zunehmend an Einfluss. Bis 2024 hatten Grüne, SPD und unabhängige Gruppen deutlich an Gewicht im Stadtrat gewonnen. Dennoch blieb die Wahlbeteiligung mit 43,6 Prozent verhalten – ein Indiz für eine Mischung aus Engagement und Politikverdrossenheit unter den Bürgern.

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Schochs Sieg beendet die 30-jährige Dominanz der CSU im Kemptener Rathaus. Das Ergebnis bestätigt einen übergeordneten Trend: Der Einfluss der Partei in der Kommunalpolitik schwindet. Mit mehr Sitzen für Grüne, SPD und Unabhängige hat sich das politische Kräfteverhältnis in der Stadt deutlich verschoben.

Quelle