Klima-Sonderfonds floppt: Nur 5 Prozent der Milliarden flossen in neue Investitionen
Jan StahrKlima-Sonderfonds floppt: Nur 5 Prozent der Milliarden flossen in neue Investitionen
Eine neue Studie des ifo Instituts in München zeigt, dass der deutsche "Sonderfonds Klima und Transformation" kaum etwas zur Steigerung der öffentlichen Investitionen beigetragen hat. Von den zusätzlichen Schulden in Höhe von 24,3 Milliarden Euro floss nur ein Bruchteil in neue Projekte. Kritiker fragen nun, ob höhere Steuern oder Kreditaufnahmen tatsächlich die Leistungen für die Bürger verbessern.
Das ifo Institut analysierte die Ausgaben des Fonds und stellte fest, dass lediglich 5 Prozent – etwa 1,3 Milliarden Euro – für die Erhöhung öffentlicher Investitionen verwendet wurden. Die restlichen 95 Prozent deckten lediglich bestehende Haushaltsausgaben ab und führten so effektiv zu Kürzungen an anderer Stelle. Clemens Fuest, Präsident des Instituts, argumentiert, dass die Regierung, wenn sie weiter Kredite aufnimmt, stattdessen nicht essenzielle Ausgaben stürzen und sich auf langfristiges Wachstum konzentrieren sollte.
Österreich steht vor ähnlichen Herausforderungen, allerdings in größerem Maßstab. Mit einer Staatsquote, die etwa fünf Prozentpunkte höher liegt als in Deutschland, hat die starke staatliche Präsenz zu einem deutlichen Rückgang privater Investitionen in den vergangenen zwei Jahren geführt. Unternehmen, abgeschreckt durch die intensive staatliche Einbindung, investieren weniger im Inland.
Wirtschaftsforscher und Politiker behaupten oft, es werde mehr Steuergeld benötigt, um öffentliche Dienstleistungen zu finanzieren. Doch deutsche Steuerzahler gehören bereits jetzt zu den höchsten belasteten weltweit. Fuest und andere Experten sind überzeugt, dass bloße Steuererhöhungen oder weitere Schulden das Problem nicht lösen werden. Stattdessen schlagen sie vor, überflüssige Ausgaben zu streichen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die private Investitionen fördern – anstatt sich auf staatliche Subventionen zu verlassen.
Die Ergebnisse verdeutlichen die Kluft zwischen staatlichen Ausgaben und tatsächlichem Investitionswachstum. Da der Großteil der Fondsmittel für laufende Kosten verwendet wurde, bleibt wenig für neue Infrastruktur- oder Klimaprojekte übrig. Fachleute betonen nun die Notwendigkeit klügerer Ausgabenkürzungen und einer Politik, die Unternehmensinvestitionen anzieht, statt die staatliche Kontrolle auszubauen.






