Koblenzer Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs tritt nach sieben Jahren zurück
Lissi StiebitzKoblenzer Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs tritt nach sieben Jahren zurück
Koblenzer Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs tritt am 25. Juni 2023 zurück – nach siebenhalb Jahren im Amt
Nach siebenhalb Jahren an der Spitze der Stadt Koblenz wird Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs am 25. Juni 2023 ihr Amt niederlegen. Ihr Rückzug folgt auf die Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, da sie eine neue berufliche Aufgabe übernimmt. Ab Juli 2023 wird Dr. Dagmar Kranz (CDU) ihr Nachfolgerin im Rathaus.
Mohrs hinterlässt ein Erbe aus großen Infrastrukturprojekten und Krisenführung. Während ihrer Amtszeit wurden die Feuerwehrwachen 2 und 3 eröffnet, das Freibad Oberwerth saniert und die Sportanlage im Stadtteil Schmitzers Wiese modernisiert. Zudem gründete sie das Lotsenhaus International als Willkommenszentrum und unterstützte Geflüchtete bei der Integration in der Stadt.
Ihre Amtszeit war geprägt von erheblichen Herausforderungen – von der COVID-19-Pandemie über die Flutkatastrophe im Ahrtal bis hin zu den Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. In ihrer Abschiedsrede betonte sie die Bedeutung von gesellschaftlichem Zusammenhalt, evidenzbasierter Politik und einem respektvollen öffentlichen Diskurs.
Am 25. Juni 2023 wird ihr im Stadtrat offiziell verabschiedet. Oberbürgermeister David Langner würdigte sie als „dynamische Führungspersönlichkeit, die Koblenz nachhaltig geprägt“ habe. Ab dem 1. Juli 2023 übernimmt Mohrs die Leitung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit.
Dr. Dagmar Kranz wird das Amt der Oberbürgermeisterin im Juli 2023 antreten. Mit dem Wechsel endet eine Amtszeit, in der Mohrs zentrale Infrastrukturvorhaben umsetzte und die Stadt durch multiple Krisen steuerte. In ihrer neuen Funktion wird sie die regionalen Arbeitsmarktservices in Rheinland-Pfalz und im Saarland verantworten.






