25 May 2026, 04:22

Krefelds Drogenberatungsstelle: Ein stiller Rettungsanker für Obdachlose und Suchtkranke

Mittel für die Einrichtung von Caritas Krefelds "Centspende" in der Drogenhilfe

Krefelds Drogenberatungsstelle: Ein stiller Rettungsanker für Obdachlose und Suchtkranke

Drogenberatungsstelle in Krefeld: Eine lebenswichtige Anlaufstelle für benachteiligte Menschen

Ein Drogenhilfezentrum in Krefeld hat sich zu einer unverzichtbaren Lebensader für gefährdete Menschen in der Region entwickelt. Zwischen 50 und 80 Stammklienten aus Krefeld und dem benachbarten Meerbusch erhalten hier essenzielle Leistungen – von medizinischer Versorgung bis hin zu kontrolliertem Drogenkonsum. Doch die Einrichtung arbeitet weitgehend abseits der öffentlichen Wahrnehmung.

Erst kürzlich erhielt das Zentrum Unterstützung vom Personalrat der Stadt Meerbusch, der über die Initiative „Cent-Spende“ Gelder spendete. Die Geste unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Menschen mit Suchtproblemen und Obdachlosen zu helfen.

Doch die Arbeit des Zentrums geht weit über grundlegende Hilfsangebote hinaus. Die Klienten können Beratungsgespräche nutzen, Wäsche waschen, duschen sowie Mahlzeiten und Getränke erhalten. Ein zentrales Element ist der überwachte Konsumraum, in dem Notfallsanitäter die Risiken minimieren.

Seit 2003 betreiben der Caritasverband Krefeld und die Diakonie das „Medi-Mobil“, eine mobile medizinische Einheit für Wohnungslose. Einmal pro Woche bietet sie Behandlungen wie Schmerztherapie und Wundversorgung an. Durch feste Standorte und Zeiten schafft der Dienst Vertrauen bei Menschen, die sonst den Kontakt zu herkömmlichen Gesundheitseinrichtungen meiden.

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Ein Großteil der Arbeit bleibt der breiten Öffentlichkeit verborgen. Jasmin Sprünken, die Leiterin des Zentrums, räumt ein, dass gesellschaftliche Gleichgültigkeit Sucht und Obdachlosigkeit oft unsichtbar macht. Dennoch setzt das Team seine Arbeit fort – gestützt durch lokale Initiativen wie die „Cent-Spende“.

Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats der Stadt Meerbusch, spricht sich öffentlich für die Mission des Zentrums aus. Er betont, wie wichtig es ist, schwerstabhängigen Menschen zu helfen, die oft kaum andere Anlaufstellen haben.

Die Spende des Meerbuscher Personalrats wird dazu beitragen, die lebenswichtigen Angebote des Zentrums aufrechtzuerhalten. Mit medizinischer Versorgung, Hygienehilfen und Maßnahmen zur Schadensminimierung bleibt die Einrichtung ein seltener Ort der Stabilität für ihre Klienten. Die fortlaufende Zusammenarbeit lokaler Organisationen stellt sicher, dass benachteiligte Menschen in Krefeld und Meerbusch weiterhin die dringend benötigte Unterstützung erhalten.

Quelle