Krieger Group in Kiel: Umweltversprechen gebrochen, Konflikte ungelöst
Albertine StollKrieger Group in Kiel: Umweltversprechen gebrochen, Konflikte ungelöst
Die Krieger Group steht seit Langem in der Kritik wegen ihrer Bauprojekte in Kiel, bei denen angeblich Umweltauflagen missachtet wurden. Während der Bauarbeiten zerstörten schwere Maschinen langjährige Strauchstrukturen, Hecken und Lebensräume für Wildtiere. Trotz früherer Beschwerden und unhaltener Versprechen bleibt das Unternehmen weiterhin im Fokus lokaler Behörden und politischer Gruppen.
Noch bevor die Genehmigungen erteilt wurden, nahm die Krieger Group ein Kleingartengelände auf städtischem Boden ins Visier. Mieter wurden vertrieben, und es folgten Berichte über Vandalismus. Statt des versprochenen regionalen Einzelhandelszentrums beherbergt das Gelände nun einen Höffner-Megastore und einen überdimensionierten Fahrradmarkt – beide unter dem Firmennamen Krieger.
2021 reichte die Stadt Kiel eine Beschwerde gegen das Unternehmen wegen Umweltverstößen ein. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren später ohne Anklage ein. Seither gibt es keine bestätigten Informationen über weitere rechtliche Schritte der Kieler Behörden.
Die Krieger Group hat wiederholt ihre Umweltverpflichtungen nicht erfüllt. Dazu zählen unter anderem die fehlende Installation begrünter Fassaden, die Nicht-Nachpflanzung von Bäumen und die mangelnde Überwachung der Artenvielfalt. Die Stadt verhandelt weiterhin mit dem Unternehmen, doch einige der geforderten Maßnahmen können nur zu bestimmten Jahreszeiten umgesetzt werden.
Politische Gruppen im Kieler Stadtrat, darunter Die Linke und Die Partei, zweifeln an der Bereitschaft des Unternehmens, die Auflagen einzuhalten. Sie fordern strengere Sanktionen. Unterdessen hat Möbel Höffner, das mit der Krieger Group verbunden ist, keine Stellung zu den Vorwürfen mangelnder Umweltschutzmaßnahmen bezogen. Auf der Website des Unternehmens wird derzeit eine "Kiel blüht auf"-Verkaufsaktion beworben.
Auch Kurt Krieger, der milliardenschwere Spitzenmanager, geriet in die Schlagzeilen, nachdem er über eine seiner Firmen rund 18.000 Euro an den AfD-Kreisverband Chemnitz gespendet hatte.
Die Projekte der Krieger Group in Kiel bleiben unter Beobachtung, da Umweltzusagen nicht eingehalten werden. Die Stadt führt weiterhin Verhandlungen, doch die ungelösten Verstöße und der politische Druck deuten darauf hin, dass der Konflikt noch lange nicht beigelegt ist. Die Geschichte des Unternehmens, Vorschriften zu ignorieren, heizt die anhaltende Debatte über Verantwortung und Baustandards weiter an.






