05 June 2026, 13:44

Krise am Stadttheater Fürth: Anonymer Brief löst interne Machtproben aus

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Krise am Stadttheater Fürth: Anonymer Brief löst interne Machtproben aus

Interne Unruhen am Stadttheater Fürth nach anonymem Vorwurfsschreiben

Am Stadttheater Fürth herrscht interne Unruhe, nachdem ein anonymer Brief mit schweren Vorwürfen gegen die Führung aufgetaucht ist. Das nicht unterzeichnete Schreiben wirft der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vor, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Während einige Mitarbeiter:innen Verunsicherung äußern, konzentrieren sich andere weiterhin auf ihre Arbeit – die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere laufen derweil weiter.

Der Brief, der angeblich 25 festangestellte Beschäftigte vertritt, beschreibt eine Kultur der Angst, des Misstrauens und psychischer Belastung unter der Leitung von Dr. Stolz. Doch wegen der Anonymität gestaltet sich eine Überprüfung der Vorwürfe schwierig, viele Fragen bleiben offen. Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Vorstellung zurück, das Schreiben spiegle die Meinung des gesamten Teams wider, und betonte, dass sich bisher niemand öffentlich zu den Behauptungen bekannt habe.

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Trotz der Kontroverse läuft der Theaterbetrieb weiter. Eine engagierte Gruppe von Mitarbeiter:innen arbeitet mit vollem Einsatz an den Produktionen und ist entschlossen, starke Aufführungen zu präsentieren. Eidinger hob zudem Dr. Stolz’ Erfolge hervor, darunter eine intensivere Verbindung zur Stadt und eine offeneren, zugänglicheren Institution.

Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) stellte sich hinter Dr. Stolz und nannte ihre Führung seit November 2023 „herausragend“. Unter ihrer Leitung verzeichnete die Spielzeit 2024/2025 über 100.000 Besucher:innen und mehr als 95.000 verkaufte Tickets. Schönleben ist überzeugt, dass sie die richtige Person ist, um das Theater durch den laufenden Wandel zu führen.

Der anonyme Brief hat bei einigen Beschäftigten Verunsicherung ausgelöst, doch viele arbeiten weiterhin mit Hingabe. Dr. Stolz erhält weiterhin Rückhalt von Schlüsselpersonen, darunter dem Theaterkurator, während die Einrichtung voranschreitet. Die Lage bleibt ungeklärt – die Belegschaft wartet auf weitere Aufklärung der Vorwürfe.

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