Leipzig startet Deutschlands größte Solarthermieanlage für grüne Wärmeversorgung
Lissi StiebitzLeipzig startet Deutschlands größte Solarthermieanlage für grüne Wärmeversorgung
Leipzig nimmt Deutschlands größte Solarthermieanlage in Betrieb
Dirk Panter, Wirtschaftsminister Sachsens, hat in Leipzig offiziell 13.200 Solarkollektoren ans Netz angeschlossen – ein Meilenstein für die Stadt auf dem Weg raus aus fossilen Brennstoffen und hin zu ihren Klimazielen. Die neue Anlage Solarthermie-Feld West erstreckt sich über 14 Hektar und nutzt Vakuumröhrenkollektoren des führenden Herstellers Ritter XL Solar. Mit einer Spitzenleistung von 41 Megawatt versorgt sie Haushalte vor Ort mit Warmwasser und Heizenergie. Im Sommer deckt die Anlage ein Fünftel des Leipziger Wärmebedarfs.
Das Projekt kostete rund 40 Millionen Euro, wobei 16 Millionen aus Bundesfördermitteln und weiteren Zuschüssen stammen. Solarthermie ist zwar noch ein Nischensegment, aber hoch effizient: Bis zu 75 Prozent des Sonnenlichts werden in nutzbare Wärme umgewandelt – ein Vielfaches dessen, was Photovoltaik leistet, die nur etwa ein Drittel der Energie einfängt.
Doch Leipzigs Wärmewende geht weiter. Geplant sind auch ein „Power-to-Heat“-System sowie die Nutzung von Abwärme aus dem nahegelegenen Chemiepark Leuna. Da die Wärmeversorgung zu den größten Quellen für Treibhausgasemissionen in Deutschland zählt, sind solche Projekte entscheidend für die Klimaziele.
Die neue Anlage ist nun ein zentraler Baustein der städtischen Wärmeversorgungsstrategie. Sie zeigt, wie Solarthermie einen wichtigen Beitrag leisten kann, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Die Investitionen und die eingesetzte Technologie setzen Maßstäbe für zukünftige grüne Wärmelösungen in ganz Deutschland.






