Lieferchaos bei der Bahn bringt deutsche Industrie an den Rand des Kollapses
Jan StahrLieferchaos bei der Bahn bringt deutsche Industrie an den Rand des Kollapses
Lieferverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn treffen deutsche Schlüsselindustrien hart
Millardenverluste sind bereits in mehreren Branchen gemeldet worden. Wirtschaftsführer fordern nun dringende Maßnahmen, um die Probleme zu beheben.
Besonders betroffen ist die Stahlindustrie: Die Hälfte ihrer Transporte erfolgt über die Schiene, und in großen Werken mussten bereits Produktionskürzungen vorgenommen werden. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal kämpfen darum, den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Im Werk Eisenhüttenstadt von ArcelorMittal herrscht aufgrund der Störungen ein kritischer Mangel an Erz. Ohne zuverlässige Bahnlieferungen gehen die Vorräte gefährlich zur Neige.
Auch die Automobilbranche spürt die Belastung. Da die Kapazitäten auf der Schiene schrumpfen, werden mehr Güter auf die Straße verlagert – mit steigenden Kosten und verlangsamten Lieferketten als Folge.
Die chemische Industrie, ein weiterer großer Nutzer des Schienennetzes, verzeichnet Produktionsstillstände und höhere Ausgaben. VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup hat öffentlich gefordert, dass die Deutsche Bahn unverzüglich Maßnahmen ergreift, um den Güterverkehr wiederherzustellen.
Die anhaltenden Probleme im Schienenverkehr haben bereits erhebliche finanzielle Schäden verursacht. Stahl-, Automobil- und Chemiehersteller stehen vor ernsten betrieblichen Herausforderungen. Branchenvertreter bestehen darauf, dass schnelle Verbesserungen unerlässlich sind, um weitere Verluste zu verhindern.
