18 June 2026, 12:22

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linken Jugend

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Führung der Linken hat sich öffentlich von umstrittenen Äußerungen distanziert, die Mitglieder ihres Jugendverbandes Linksjugend Solid getroffen haben. Wie der Bayerische Rundfunk zuerst berichtete, hatten Funktionäre der Gruppe in einem internen Forum Stalin, Mao Zedong und den ehemaligen DDR-Staat gelobt.

Bei den fraglichen Aussagen handelte es sich um positive Bezüge zum Stalinismus und zur ehemaligen DDR. Zudem wurden in Diskussionen über den Gaza-Krieg antisemitische Aussagen über Israel getätigt, darunter Behauptungen über „israelische Konzentrationslager“ und einen „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“.

Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Äußerungen auf das Schärfste. Auch mehrere Landespolitiker der Linken, darunter der Fraktionsvorsitzende in Thüringen, Christian Schaft, zeigten sich empört. Schaft forderte eine klare Verurteilung auf dem Bundesparteitag der Linken.

Inzwischen hat sich auch Linksjugend Solid als Organisation von den Vorfällen distanziert. Die Jugendgruppe lehnte die DDR und ähnliche Systeme ausdrücklich ab. Unterdessen kündigte die Parteiführung der Linken eine Untersuchung der Vorwürfe an und drängt auf Konsequenzen.

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Die Linke unternimmt nun Schritte, um die Kontroverse zu bereinigen. Die Berliner Co-Vorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer verlangten Maßnahmen gegen die Aussagen aus dem Jugendverband. Die Partei strebt eine Lösung über formale Wege und interne Disziplinarmaßnahmen an.

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