Linksextremistische Gewalt in Deutschland erreicht neuen Höchststand – Forderungen nach härteren Maßnahmen
Hans Jürgen ZobelLinksextremistische Gewalt in Deutschland erreicht neuen Höchststand – Forderungen nach härteren Maßnahmen
Die Zahl der gewalttätigen Straftaten durch linksextremistische Täter ist in Deutschland stark angestiegen. 2023 stieg die Anzahl der Vorfälle um 42,6 Prozent auf 1.087 Fälle – allein in Hessen verzeichnete man einen Anstieg um 153 Prozent. Politisch motivierte Kriminalität insgesamt nahm um etwa 35 Prozent zu und erreichte über 13.000 Delikte.
Die Innenminister von Hessen und Sachsen fordern nun schärfere Maßnahmen gegen linksextremistische Gewalt. Roman Poseck, Hessens Innenminister, bezeichnete Indymedia als die zentrale Propaganda-Plattform der linksextremistischen Szene. Die Website veröffentlicht regelmäßig Bekennerschreiben zu mutmaßlichen Straftaten aus dem linksextremen Milieu.
Hessen drängt auf eine bundesweite Überprüfung der gewaltbereiten Linksextremisten, um deren Netzwerke und Mobilisierungspotenzial offenzulegen. Zudem soll geprüft werden, ob ein Verbot von Indymedia in Betracht kommt. Sachsen hingegen fordert eine verstärkte Observation linksextremistischer Gruppen sowie eine gemeinsame Datenbank zu Linksextremismus für Bundes- und Landesbehörden.
Die vorgeschlagenen Schritte zielen darauf ab, die wachsende Bedrohung durch linksextremistische Gewalt einzudämmen. Eine gemeinsame Datenbank und aktualisierte Bundesbewertungen würden den Behörden bessere Instrumente an die Hand geben, um extremistische Aktivitäten zu überwachen und zu bekämpfen. Ein Verbot von Indymedia könnte zudem die Verbreitung linksextremistischer Propaganda unterbinden.






