Mainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Hans Jürgen ZobelMainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Großes Infrastrukturprojekt in Mainz: Neue 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein
In Mainz beginnt demnächst ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Eine neue, 220 Meter lange Pipeline wird unter dem Rhein verlegt. Die Baumaßnahme soll langjährige Probleme mit dem bestehenden System beheben, das im Laufe der Zeit teilweise beschädigt wurde. Die Arbeiten starten voraussichtlich am 11. Mai und kommen dabei mit einer innovativen Bohrmethode aus, um Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Die neue Leitung ersetzt einen beschädigten Abschnitt, der bisher nur provisorisch instand gesetzt wurde. Sie wird von der Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee bis zum Kanalsystem am Mombacher Kreisel verlaufen. Mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern wird das Rohr bis zu zehn Meter unter dem Flussbett verlegt, um Stabilität zu gewährleisten.
Erstmals kommt dabei das Horizontal-Spülbohrverfahren zum Einsatz. Bei dieser Methode wird zunächst ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend aufgeweitet und durch das dann das Rohr eingezogen wird. Die Pipeline selbst wird in eine Schutzhülle eingebettet, um künftige Schäden zu verhindern.
Die Wahl dieser Technik ermöglicht künftige Wartungsarbeiten oder Erneuerungen, ohne den Hafenbetrieb zu unterbrechen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist bis Ende August 2026 geplant.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die neue Pipeline die Zuverlässigkeit des Mainzer Kanalsystems deutlich verbessern. Durch das Horizontal-Spülbohrverfahren entsteht eine langlebigere Installation bei minimalen Störungen. Das Projekt stellt eine nachhaltige Lösung für die Infrastrukturbedürfnisse der Stadt dar.






