27 March 2026, 14:28

Mainzer Hundebesitzer kämpfen um Auslaufzonen im MLK-Park

Ein eingezäunter Hundepark mit Kunstgras, Rampen und umgebender Vegetation, Fahrzeugen, Schuppen und einem Laternenmast unter einem sichtbaren Himmel.

Mainzer Hundebesitzer kämpfen um Auslaufzonen im MLK-Park

Protest im Juli 2025: Hundebesitzer fordern bessere Infrastruktur in Mainz

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Im Juli 2025 versammelten sich Hundebesitzer mit ihren Tieren im Martin-Luther-King-Park (MLK-Park) in Mainz, um für eine bessere Ausstattung zu demonstrieren – etwa durch spezielle Hundeauslaufzonen. Die Kundgebung veranlasste den Stadtrat, mögliche Standorte für neue Einrichtungen zu prüfen.

Der Park, eine wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt, ist bereits ein beliebter Treffpunkt für Hundehalter, von denen viele ihre Tiere ohne Leine laufen lassen. Angesichts der begrenzten Grünflächen in Mainz gestaltet sich die Suche nach Platz für einen Hundepark jedoch schwierig.

Der MLK-Park zählt zu den wenigen grünen Oasen der Stadt und bietet bereits Sitzbänke, einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, einen Fußballplatz und einen Basketballkorb. Trotz dieser Ausstattung ist der Park stark frequentiert – besonders von Hundebesitzern. Einige Anwohner kritisieren, dass es an speziellen Flächen fehlt, auf denen Hunde sicher toben können.

Als Reaktion auf die Juli-Demonstration beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, mögliche Standorte für Hundeauslaufzonen zu evaluieren. Doch Ratsmitglied Steinkrüger betonte, dass eine Umwidmung bestehender öffentlicher Grünflächen in Hundeparks nicht infrage komme. Die langfristigen Pläne für den MLK-Park sehen stattdessen eine Neugestaltung rund um den alten jüdischen Friedhof und die Paul-Denis-Straße vor – mit dem Ziel, die Attraktivität für Besucher zu steigern. In den aktuellen Entwürfen bleibt dafür kaum Raum für einen Hundepark.

Die ohnehin knappen Freizeit- und Grünflächen in Mainz erschweren die Suche zusätzlich. Da nur wenige große Flächen verfügbar sind, stellt die Findung eines geeigneten Geländes für einen neuen Hundepark eine erhebliche Herausforderung dar. Die Prüfung des Stadtrats soll klären, ob alternative Standorte den Bedarf der Hundehalter decken könnten, ohne bestehende öffentliche Räume zu beeinträchtigen.

Die Entscheidung, nach neuen Flächen zu suchen, folgt dem Druck der Bürger, die bessere Bedingungen für ihre Tiere fordern. Doch angesichts der bereits beschlossenen Umgestaltung des MLK-Parks und der begrenzten Grünflächen anderswo bleiben die Optionen begrenzt. Nun müssen die Verantwortlichen prüfen, ob es realistische Alternativen gibt, um die Nachfrage nach hundefreundlicher Infrastruktur in Mainz zu befriedigen.

Quelle