Martin Schulz holt überraschend Paralympics-Silber nach Doping-Disqualifikation
Hans Jürgen ZobelMartin Schulz holt überraschend Paralympics-Silber nach Doping-Disqualifikation
Der deutsche Triathlet Martin Schulz hat bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris im Sprintwettbewerb die Silbermedaille erhalten. Die Aufwertung erfolgte nach der Disqualifikation des brasilianischen Konkurrenten Ronan Nunes Cordeiro wegen eines Dopingvergehens. Der 36-jährige Schulz war ursprünglich als Dritter ins Ziel gekommen, rückt nun aber auf den zweiten Platz vor.
Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) bestätigte die Disqualifikation Cordeiros, nachdem dieser positiv auf das verbotene Steroid 19-Norandrosteron getestet worden war. Der Verstoß wurde bei einer Dopingkontrolle während des Wettbewerbs festgestellt, was zur Annullierung seiner Leistung in Paris führte. Cordeiro war bereits im Oktober 2024 vorläufig gesperrt worden; sein Einspruch wurde später im Januar 2026 vom IPC-Anti-Doping-Tribunal abgewiesen.
World Triathlon wird nun über weitere Sanktionen entscheiden, zu denen auch ein Wettkampfverbot gehören könnte. Schulz, der für den SC DHfK Leipzig an den Start geht, hatte zuvor bereits die dritte Medaille für Deutschland bei den Paralympics gesichert. Vor Paris hatte er zudem zweimal Bronze bei internationalen Wettbewerben in Australien gewonnen und den Titel bei der Paratriathlon-EM in der Kategorie PTS5 errungen.
Schulz' Silbermedaille ist damit die beste deutsche Platzierung in dieser Disziplin. Die Entscheidung des IPC sorgt dafür, dass sein aufgewertetes Ergebnis offiziell anerkannt wird. Weitere Maßnahmen gegen Cordeiro werden derzeit von World Triathlon geprüft.






