19 March 2026, 10:41

Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro Verlust durch EU-Agrarkürzungen

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro Verlust durch EU-Agrarkürzungen

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich schweren finanziellen Bedrohungen gegenüber, da die EU plant, Agrarsubventionen zu kürzen. Die Region könnte mehr als 160 Millionen Euro jährlich verlieren, falls die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt werden. Agrarminister Till Backhaus warnte, dass die Kürzungen über 1.000 Betriebe hart treffen würden.

Die geplanten Einschnitte ergeben sich aus neuen Obergrenzen und gestaffelten Kürzungen für größere Höfe im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Seit der GAP-Reform 2023 haben die Debatten über Nachhaltigkeitsziele und Haushaltseffizienz zugenommen. Besonders ostdeutsche Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern sind stark von Direktzahlungen abhängig und damit besonders verwundbar.

Auf der jüngsten Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall setzte sich Backhaus gemeinsam mit Brandenburg für klarere Düngeregeln ein. Aktuelle Gerichtsurteile haben bei Landwirten Unsicherheit über die Vorschriften für nitratbelastete Gebiete ausgelöst – eine zusätzliche Belastung. Der Minister betonte, die GAP müsse die ländliche Entwicklung fördern und nicht nur Umweltschutzziele verfolgen.

Backhaus kritisierte zudem die aktuellen Pläne zur GAP-Finanzierung über 2028 hinaus. Die Kürzungen würden landwirtschaftliche Betriebe weiter schwächen, die bereits mit rechtlichen Unsicherheiten und steigenden Kosten zu kämpfen hätten.

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Sollten die Subventionskürzungen beschlossen werden, entfielen Hundertmillionen an EU-Fördergeldern für deutsche Landwirte. Die ohnehin unter Druck stehende Agrarbranche in Mecklenburg-Vorpommern stünde vor akuten finanziellen Engpässen. Das Ergebnis der GAP-Verhandlungen wird entscheiden, wie stark die ländlichen Wirtschaften betroffen sein werden.

Quelle