Medien-Chef Barnett ruft zum Widerstand gegen Netflix und YouTube auf
Lissi StiebitzMedien-Chef Barnett ruft zum Widerstand gegen Netflix und YouTube auf
Sam Barnett, CEO von Central European Media Enterprises (CME), hat traditionelle Fernsehunternehmen in Mittel- und Osteuropa (MOE) zum Handeln gegen die digitalen Giganten aufgerufen. Er warnt, dass globale Streamingdienste wie Netflix und YouTube eine erhebliche Bedrohung für die Medienlandschaft der Region darstellen.
Barnett skizzierte seine Strategie zur Abwehr der globalen Streaminganbieter erstmals im Dezember, kurz nach seinem Amtsantritt als CME-Chef. Nun betont er erneut, dass sich die traditionellen Medien zusammenschließen müssen, um deren Einfluss zu widerstehen. Die geografische Vielfalt der Region und die langsamere digitale Umstellung erschweren es den amerikanischen Plattformen ohnehin bereits, Fuß zu fassen.
Netflix und Prime Video haben in MOE weniger investiert, da die Märkte kleiner sind und viele Haushalte weiterhin auf Bezahlfernsehen setzen. Barnett ist überzeugt, dass sich lokale Medien durch die Produktion hochwertiger Inhalte sowie den Einsatz von KI und anderen Tools behaupten können. Zudem sieht er weiterhin eine wichtige Rolle für das lineare Fernsehen – etwa bei Nachrichten, Live-Events, Sportübertragungen und großen Shows.
CMEs Strategie umfasst den Erhalt des linearen Fernsehens bei gleichzeitigem Ausbau digitaler Plattformen und dem Aufbau starker lokaler Marken. Barnett unterstreicht, dass lokale Inhalte und Werbung entscheidend sind, um YouTubes Dominanz entgegenzutreten. Er spricht von einem „Widerstandskampf“ und ruft die führenden Medienhäuser der Region zur Einheit auf.
Barnetts Plan basiert auf Zusammenarbeit, hochwertigen lokalen Inhalten und digitalem Wachstum. Die besonderen Herausforderungen in MOE könnten den traditionellen Medien helfen, sich zu behaupten. Sein Ansatz zielt darauf ab, die Zukunft des lokalen Fernsehens gegen den Vormarsch der globalen Streamingdienste zu sichern.






