15 May 2026, 06:21

Megumis Film Fujiko feiert Festivalerfolge und stärkt Frauen in den 70ern

Ein japanisches Vier-Paneel-Bild aus der Meiji-Zeit, das eine Gruppe von Frauen in bunten Kimonos zeigt, die in einem Kreis stehen, wobei eine Frau in der Mitte die Arme ausstreckt.

Megumis Film Fujiko feiert Festivalerfolge und stärkt Frauen in den 70ern

Die japanische Schauspielerin und Produzentin Megumi sorgt mit ihrem neuesten Film Fujiko für Furore – ein Drama, an dem sie vier Jahre lang arbeitete. Das Projekt, in dem sie nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern das sie auch produzierte, setzt sich zum Ziel, Frauen durch eine in den 1970er- und 80er-Jahren angesiedelte Geschichte zu stärken. Ihre Arbeit wurde mit großer Anerkennung bedacht, darunter ein bedeutender Preis beim diesjährigen Far East Film Festival in Udine.

Während der Pandemie ging Megumi einen ungewöhnlichen Weg: Statt auf Rollenangebote zu warten, schuf sie ihr eigenes Material. Frustriert über die begrenzten Möglichkeiten, entschied sie sich, Fujiko zu produzieren – einen Film, der von ihrem Wunsch inspiriert ist, die Kämpfe von Frauen in den Vordergrund zu stellen. Die Handlung folgt einer alleinerziehenden Mutter in Shizuoka, die lose auf der Familiengeschichte von Taichi basiert, und zeigt ihren Kampf um persönliche Freiheit in einer von Restriktionen geprägten Zeit.

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Das Drama glänzt mit einem starken Ensemble, darunter Yuki Katayama, Lily Franky und Issey Ogata. Beim 28. Far East Film Festival gewann Fujiko den Golden Mulberry Publikumspreis sowie eine geteilte Auszeichnung der Black-Dragon-Jury. Diese Anerkennung unterstreicht Megumis Rolle als Pionierin in Japans männlich dominierter Filmbranche, wo Schauspieler selten als Produzenten in Erscheinung treten.

Doch Megumis Schaffen beschränkt sich nicht auf Fujiko. Ihre Netflix-Serie Badly in Love wurde zu einem Rekord-Erfolg und ebnete den Weg für einen mehrjährigen Content-Deal. Zudem glänzt sie in bedeutenden Produktionen wie The Stormy Family, One Night und The Blood of Wolves. In Vorbereitung sind die Filme Nameless, This Is I sowie eine noch unbetitelte japanisch-britische Koproduktion.

Mit Fujiko markiert Megumi einen Wendepunkt in ihrer Karriere – eine Verbindung aus künstlerischem Anspruch und branchenweitem Einfluss. Der internationale Festivalerfolg des Films unterstreicht seine Wirkung, während ihre kommenden Projekte auf eine wachsende Präsenz im japanischen und globalen Kino hindeuten. Ihr Schritt vom Schauspiel zur Produktion steht symbolisch für einen größeren Wandel der Frauen in der Filmwelt.

Quelle