Mönchengladbach kämpft mit konstantem Energieverbrauch trotz steigender Kosten
Jan StahrMönchengladbach kämpft mit konstantem Energieverbrauch trotz steigender Kosten
Energieverbrauch der städtischen Gebäude in Mönchengladbach bleibt trotz steigender Kosten konstant
Die städtischen Gebäude in Mönchengladbach verbrauchten 2024 etwa genauso viel Energie wie in den Vorjahren – trotz gestiegener Ausgaben. Ein neuer Bericht zeigt, dass allein Schulen fast die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs und über 60 Prozent des Erdgasbedarfs aller kommunalen Liegenschaften ausmachen. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen, Emissionen zu senken, ohne die Kosten aus dem Ruder laufen zu lassen.
Die Stadt gab 2024 rund 10,7 Millionen Euro für die Energieversorgung ihrer Gebäude aus – 1,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg erfolgte, obwohl der Gesamtstromverbrauch mit 13,32 Millionen Kilowattstunden (kWh) stabil blieb. Auch der Erdgasverbrauch verharrte bei 50,4 Millionen kWh und verzeichnete damit einen leichten Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zu 2023.
Der Verbrauch von Heizöl stieg jedoch von 4,75 Millionen auf 6 Millionen kWh im Jahr 2024. Verantwortliche führten den Anstieg auf Lagerentscheidungen aus dem Jahr 2022 zurück. Insgesamt blieb der CO₂-Fußabdruck der städtischen Gebäude mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten nahezu unverändert.
Der Bericht umfasst rund 750.000 Quadratmeter Nutzfläche in über 350 Gebäuden. Schulen erwiesen sich als größte Energiefresser: Sie verursachten 49 Prozent des Strom- und 62,5 Prozent des Erdgasverbrauchs. Gleichzeitig investierte die Stadt 850.000 Euro in die Modernisierung von Beleuchtungsanlagen, wobei die Hälfte der Kosten durch Bundesfördermittel gedeckt wurde.
Für die Zukunft plant das Gebäudemanagement Mönchengladbach (gmmg) eine umfassende Modernisierung der Infrastruktur. Veraltete Stromzähler sollen durch digitale Modelle ersetzt werden, während Wasser- und Wärmezähler in eine zentrale Datenplattform eingebunden werden. Weitere Maßnahmen umfassen die Sanierung von Heizungsanlagen, die Installation von Lüftungssystemen und die Prüfung von Solaranlagen.
Obwohl die Energiekosten gestiegen sind, zeigt sich beim Verbrauch kaum eine Veränderung. Künftige Projekte zielen darauf ab, durch digitale Überwachung und erneuerbare Energien die Effizienz zu steigern. Ob Mönchengladbach damit in den kommenden Jahren sowohl Ausgaben als auch Emissionen senken kann, wird sich an diesen Schritten entscheiden.






