07 June 2026, 04:18

Mönchengladbachs Wohnungsbau-Boom trotzt dem NRW-Trend mit Rekordzahlen

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbachs Wohnungsbau-Boom trotzt dem NRW-Trend mit Rekordzahlen

Mönchengladbach verzeichnet starken Wohnungsbau-Boom – entgegen dem Landestrend in NRW

Während Nordrhein-Westfalen die niedrigste Zahl an fertiggestellten Wohnungen seit 14 Jahren meldete, hat Mönchengladbach im Jahr 2025 seine Bauleistung fast verdreifacht. Obwohl explodierende Baukosten und gestiegene Kreditzinsen bundesweit neue Projekte erschweren, scheint sich die lokale Investitionsstrategie der Stadt auszuzahlen.

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2023 startete Mönchengladbach die Wohnungsbau-Initiative und stockte die Mittel für die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau um rund 43 Millionen Euro auf. Dies erfolgte vor dem Hintergrund kontinuierlich steigender Baukosten: Allein im frühen Jahr 2025 kletterte der Wohnungspreisindex um weitere 3,2 Prozent. Bundesweit stiegen die Zinsen für Baufinanzierungen seit 2022 von nahe null auf drei bis vier Prozent – eine Belastung für Bauträger und Käufer gleichermaßen.

Trotz dieser Herausforderungen bewilligte die Stadt im vergangenen Jahr Fördergelder in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten. Diese Summe lag fast auf dem Rekordniveau von 2024, als Mönchengladbach 274 Prozent des ursprünglich veranschlagten Budgets für den sozialen Wohnungsbau aufbrauchte – ein dramatischer Anstieg im Vergleich zu nur fünf Prozent im Jahr 2021. Auch die Baugenehmigungen für Neubauten stiegen 2025 um 73,6 Prozent, was auf ein kräftiges Wachstum in den kommenden Jahren hindeutet.

Die Erfolge sind deutlich: 2025 wurden in Mönchengladbach 758 Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Die Bauquote lag bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und platzierte die Stadt damit auf Platz drei unter den kreisfreien Städten, ganze 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Nordrhein-Westfalen hingegen verzeichnete einen Rückgang der Fertigstellungen um 9,4 Prozent auf 37.185 Wohnungen – der niedrigste Stand seit 2011. Die landesweite Quote betrug lediglich 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner.

Mit seiner konsequenten Förderpolitik und zielgerichteten Planung hebt sich Mönchengladbach in einem schwierigen regionalen Umfeld ab. Angesichts stark gestiegener Genehmigungen und wachsender Fertigstellungszahlen bietet die Stadt eine seltene Erfolgsgeschichte inmitten eines bundesweiten Abschwungs. Dennoch bleiben hohe Materialkosten und Zinsen eine Belastung für Bauträger in ganz Deutschland.

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