Netzausbau stockt: Warum Erneuerbare-Energien-Projekte auf Stromleitungen warten müssen
Lissi StiebitzNetzausbau stockt: Warum Erneuerbare-Energien-Projekte auf Stromleitungen warten müssen
Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um über den Ausbau des Stromnetzes zu beraten. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert und widmete sich den wachsenden Anforderungen an die Strominfrastruktur. Zu den zentralen Herausforderungen zählte die Schwierigkeit, neue Erneuerbare-Energien-Projekte und Unternehmen an das Netz anzubinden.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die zunehmende Diskrepanz zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Netzkapazität. Zwar entstehen immer mehr Wind- und Solarparks, doch einige können aufgrund begrenzter Infrastruktur nicht angeschlossen werden. Die Netzbetreiber wiesen zudem auf den steigenden Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher als zusätzliche Belastung hin.
Ein weiteres Thema war der Ausbau großer Batteriespeicher, die das Netz zusätzlich unter Druck setzen. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Notwendigkeit, Stromerzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Der Regionalverband Freiburg reagierte mit der Ankündigung, Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke und Stromleitungen zu beschleunigen.
Die Netzkapazitäten hinken dem rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien und der steigenden Nachfrage hinterher. Ohne schnellere Modernisierung der Infrastruktur könnten weitere Projekte und Unternehmen mit Anschlussverzögerungen rechnen. Die Region will die Zusammenarbeit verbessern, um Engpässe zu vermeiden.
