Neue 12-Stunden-Regel treibt Benzinpreise in Süddeutschland besonders stark in die Höhe
Jan StahrNeue 12-Stunden-Regel treibt Benzinpreise in Süddeutschland besonders stark in die Höhe
Deutschlands neue 12-Stunden-Regel für Benzinpreisanpassungen ist am 1. April in Kraft getreten. Erste Daten zeigen, dass die Vorschrift die Spritkosten bereits in die Höhe getrieben hat – besonders in den südlichen Bundesländern. Kritiker hatten im Vorfeld gewarnt, dass die Regelung zu höheren Preisen an der Zapfsäule führen könnte.
Die neue Bestimmung schreibt vor, dass Tankstellen zwölf Stunden warten müssen, bevor sie die Preise erneut erhöhen dürfen. Innerhalb der ersten beiden Wochen stiegen die Gewinnspannen bei Superbenzin im Schnitt um sechs Cent pro Liter. Besonders stark fielen die Anhebungen bei kleineren Ketten und unabhängigen Betreibern aus, während große Tankstellennetze nur moderate Erhöhungen verzeichneten.
Forscher analysierten Daten des Markttransparenzstellen für Kraftstoffe in Deutschland. Ihre Auswertung ergab, dass die Benzinpreise seit Einführung der Regelung stärker stiegen als in früheren Zeiträumen. In Süddeutschland waren die Preissprünge besonders ausgeprägt.
Bei Dieselkraftstoff blieben die Gewinnmargen hingegen weitgehend unverändert. Die Mineralölbranche profitiert jedoch von den höheren Benzinpreisen und verzeichnet seit Inkrafttreten der Regelung zusätzliche Gewinne.
Die 12-Stunden-Regel hat die Benzinpreise bereits spürbar verändert: Kleinere Anbieter erhöhten ihre Spannen besonders deutlich. Während Diesel bisher nicht betroffen ist, deuten die ersten Auswirkungen der Reform auf langfristige Folgen für Autofahrer hin. Ob sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzt, wird die weitere Beobachtung zeigen.






