Neuer "Bautyp E"-Vertrag soll Wohnungsbau revolutionieren und Kosten drücken
Lissi StiebitzNeuer "Bautyp E"-Vertrag soll Wohnungsbau revolutionieren und Kosten drücken
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands setzt sich für vereinfachte Bauvorschriften ein, um die Kosten zu senken und die Wohnungsnot zu lindern. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der die Baukosten steigen und die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin hoch bleibt. Bundesminister haben nun Pläne für einen neuen „Bautyp E“-Vertrag vorgestellt, der das Genehmigungsverfahren beschleunigen soll.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig präsentierten kürzlich die zentralen Punkte des geplanten „Bautyp-E-Gesetzes“. Der Gesetzentwurf soll in den kommenden Monaten vorgelegt werden. NKR-Präsident Lutz Goebel forderte die Regierung auf, überflüssige Standards wo immer möglich zu reduzieren oder abzuschaffen.
Der NKR schlägt vor, Bauträgern die Wahl zwischen drei Qualitätsstufen zu ermöglichen: Basis, Mittelklasse oder Premium. Dafür müssten die DIN-Normen angepasst werden, um ein gestuftes System einzuführen – mit einer „Grundausführungsqualität“ als Standardoption. Ziel ist es, den Bauprozess zu beschleunigen und bezahlbarer zu gestalten, ohne dabei wesentliche Sicherheits- oder Qualitätsanforderungen zu vernachlässigen.
Die vorgeschlagenen Änderungen sollen die Kosten senken und Wohnungsbauprojekte beschleunigen. Wird das „Bautyp-E-Gesetz“ verabschiedet, hätten Bauträger mehr Spielraum bei der Erfüllung der Vorgaben. Die Regierung wird nun die Empfehlungen des NKR prüfen, bevor der Gesetzentwurf finalisiert wird.






