10 May 2026, 08:19

Neuer Betriebsplan für Frankfurter Flughafen: Lärm soll gerechter verteilt werden

Ein Gebäude mit einer Tafel, die "ibis budget frankfurt airport" lautet, geparkte Autos, Topfpflanzen, ein Straßenschild, Bäume und einen bewölkten Himmel.

Neuer Betriebsplan für Frankfurter Flughafen: Lärm soll gerechter verteilt werden

Hessisches Wirtschaftsministerium prüft neuen Betriebsplan für den Frankfurter Flughafen

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat einen neuen Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt geprüft. Das von der DFS Deutsche Flugsicherung und der Fraport AG entwickelte Konzept zielt darauf ab, die Lärmbelastung in den umliegenden Gemeinden gleichmäßiger zu verteilen, ohne die bestehende Kapazität an Flugbewegungen zu reduzieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das aktualisierte System sieht vor, vorrangig die Westbahn für Starts zu nutzen. Bei Bedarf werden zudem Abflugrouten nach Nordwesten und Anflugkorridore aus südlicher Richtung aktiviert. Eine zentrale Neuerung ist die Einführung einer morgendlichen Lärmpause: Abflüge in nordwestlicher Richtung sollen erst ab 6 Uhr morgens stattfinden. Diese Anpassung ist Teil umfassender Maßnahmen, um gezielte Ruhephasen für betroffene Gebiete zu schaffen.

Städte wie Nauheim und Rüsselsheim dürfen mit einer spürbaren Entlastung rechnen. Dagegen müssen die Bewohner von Flörsheim und Eddersheim mit einer höheren Lärmbelastung leben. Laut Bewertung des Landes bleibt die Gesamtlärmbelastung jedoch mit den bestehenden Planungsvorgaben vergleichbar – zusätzliche Belastungen für Wiesbaden oder Mainz sind nicht zu erwarten.

Um die Auswirkungen abzumildern, wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket aufgelegt. Dieses umfasst erweiterte Schallschutzmaßnahmen für Gebäude sowie zusätzliche Fördermittel für besonders betroffene Zonen. Zudem wird das Land eine kontinuierliche Überwachung sicherstellen, um die korrekte Umsetzung des Konzepts zu gewährleisten.

Der neue Plan ist auf bis zu 560.000 Flugbewegungen bis 2033 ausgelegt. Sein Ziel ist eine gerechtere Verteilung des Lärms bei gleichzeitiger Schaffung strukturierter Ruhezeiten. Begleitende Monitoring- und Förderprogramme sollen anhaltende Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner adressieren.

Quelle