13 April 2026, 16:23

Neues Wehrdienstmodell: Junge Männer müssen Fragebogen zur Eignung ausfüllen

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Neues Wehrdienstmodell: Junge Männer müssen Fragebogen zur Eignung ausfüllen

Deutschland führt ein neues Wehrdienstmodell für junge Männer ein, die 2008 oder später geboren wurden. Die erste Gruppe, die nun 18 Jahre alt wird, muss einen Online-Fragebogen ausfüllen, um ihre Eignung für den Dienst zu prüfen. Dazu gehören Moritz Gericke, 18, und Nico Freudensprung, 17, die zu den Ersten zählen, die dieser Verpflichtung nachkommen müssen.

Die Bundeswehr strebt an, ihre Truppenstärke auf 260.000 aktive Soldaten und 200.000 Reservisten zu erhöhen. Zwar bleibt der Dienst freiwillig, doch der Fragebogen soll helfen, potenzielle Rekruten zu identifizieren, falls die freiwilligen Meldungen nicht ausreichen. Seit Januar 2023 erhalten alle jungen Männer den Fragebogen mit Erreichen der Volljährigkeit. Er umfasst persönliche Angaben, den Gesundheitszustand und die Bereitschaft zum Dienst. Je nach Antworten könnten einige zu persönlichen Eignungsgesprächen eingeladen werden.

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Die meisten Altersgenossen von Gericke und Freudensprung zeigen jedoch wenig Interesse am Wehrdienst. Der eigentliche Zweck der militärischen Ausbildung – die Vorbereitung auf den Krieg – schreckt viele ab. Freudensprung gibt zu, dass zwar die Grundausbildung vielleicht Spaß machen könnte, die Realität aber bedeute, das eigene Leben zu riskieren.

Um den Dienst attraktiver zu gestalten, schlägt Freudensprung vor, die Bundeswehr könnte höhere Bezüge anbieten. Das Ziel der Streitkräfte ist klar: Die Truppen zu vergrößern, während die Wehrpflicht nur als letztes Mittel eingesetzt werden soll, falls die Rekrutierungsziele verfehlt werden. Das neue Modell markiert einen Wandel in der deutschen Rekrutierungspolitik. Junge Männer wie Gericke und Freudensprung stehen nun früh vor einer Bewertung ihrer möglichen Diensttauglichkeit. Ob dies ausreicht, um die ehrgeizigen Ziele der Bundeswehr zu erreichen, bleibt abzuwarten.

Quelle