Neuköllns Stromzukunft: Modernes Umspannwerk ersetzt 50 Jahre alte Anlage
Hans Jürgen ZobelNeuköllns Stromzukunft: Modernes Umspannwerk ersetzt 50 Jahre alte Anlage
Neues Umspannwerk ersetzt veraltete Anlage an der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln
Ein modernes Umspannwerk soll eine in die Jahre gekommene Anlage an der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln ersetzen. Das 78-Millionen-Euro-Projekt unter der Leitung von Stromnetz Berlin wird ab 2031 Zehntausende Haushalte und Unternehmen im Bezirk mit Strom versorgen. Behörden bezeichnen den Bau als einen entscheidenden Schritt, um den steigenden Energiebedarf der Stadt zu decken.
Die bestehende Anlage ist seit den 1970er-Jahren in Betrieb. Zuvor befand sich auf dem Gelände bis in die frühen 1950er-Jahre eine Fabrik, in der Busse und Straßenbahnen produziert wurden. Nun plant Stromnetz Berlin einen modernen Neubau, der neue Infrastruktur mit Elementen der alten Bausubstanz verbindet.
Die Bauarbeiten beginnen 2027; noch im selben Jahr soll der Rohbau des Hauptgebäudes fertiggestellt werden. Vor Baubeginn werden Bodenuntersuchungen durchgeführt, alte Fundamente entfernt und mit der BVG abgestimmt, da das Gelände in der Nähe des U7-U-Bahn-Tunnels liegt. Das neue Umspannwerk erhält eine Ziegelfassade, Grünflächen und eine Solaranlage, während etwa ein Drittel des bestehenden Komplexes erhalten bleibt.
Ab Ende 2031 wird die Anlage schrittweise alle Kabelverbindungen der alten Anlage übernehmen. Die veraltete Infrastruktur soll dann bis Ende 2033 vollständig zurückgebaut werden.
Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative von Stromnetz Berlin und dem Bezirksamt Neukölln. Jochen Biedermann, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, betonte die Bedeutung dieser Zusammenarbeit. Dr. Stefan Rolauffs, Leiter der Netzentwicklung bei Stromnetz Berlin, erklärte, dass die Modernisierung dazu beitrage, das Berliner Stromnetz für die künftige Nachfrage auszubauen.






