22 March 2026, 16:22

NRW-Bauministerin Scharrenbach wegen Mobbing und Machtmissbrauchs in der Kritik

Ein Mann in weißem Anzug und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind, mit einem anderen Mann mit Brille rechts von ihm in einem Raum mit einer Wand und einer Tür dahinter.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen Gespräche an - NRW-Bauministerin Scharrenbach wegen Mobbing und Machtmissbrauchs in der Kritik

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich schweren Vorwürfen wegen Fehlverhaltens am Arbeitsplatz ausgesetzt. Berichten zufolge herrscht in ihrem Ministerium eine Kultur der Angst und Einschüchterung. Vor der Bundestagswahl 2025 wurden Vorwürfe wegen Mobbing und Machtmissbrauchs laut. Die Ministerin hat die Bedenken inzwischen anerkannt und versprochen, sie direkt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu klären.

Anfang 2025 hatte ein Personalvertreter die Chefin der Staatskanzlei über Fehlverhalten in Scharrenbachs Ministerium informiert. Zeitgleich veröffentlichte Der Spiegel Auszüge aus einem internen Schreiben, das von einer Atmosphäre der "Angst und Einschüchterung" unter ihrer Führung berichtete. Ein hochrangiger Beamter soll gesagt haben: "Diese Frau hat mich zerstört", was die Schwere der Vorwürfe unterstreicht.

Schon vor der Wahl war Scharrenbach über die Mobbingvorwürfe gegen sie informiert. Später räumte sie ein, dass ihr persönlicher Führungsstil nicht immer fair gegenüber den Beschäftigten gewesen sei. Als Reaktion bot sie persönliche Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden an und leitete Maßnahmen ein, um die Führungsprozesse zu verbessern. Dazu gehörten gemeinsame Treffen mit den Beschäftigten sowie die Einbindung des Personalrats.

Auch der Bereich der digitalen Verwaltung, der zu ihrem Ressort gehört, stand vor Herausforderungen. Probleme in diesem Bereich wurden mit Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke erörtert. Öffentliche Details zu konkreten Veränderungen der Arbeitsbedingungen seit ihrer Amtsübernahme 2022 bis März 2026 liegen jedoch nicht vor.

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Scharrenbach zeigte sich tief besorgt über das Feedback der Belegschaft und bekräftigte ihren Willen zu Veränderungen. Mittlerweile sind konkrete Schritte wie Gespräche mit Mitarbeitenden und die Zusammenarbeit mit dem Personalrat eingeleitet. Ob diese Maßnahmen langfristig die Arbeitskultur im Ministerium verbessern, bleibt abzuwarten.

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