Olof-Palme-Zentrum in Gesundbrunnen erreicht Bau-Meilenstein mit einzigartigem Kupfer-Kunstwerk
Albertine StollOlof-Palme-Zentrum in Gesundbrunnen erreicht Bau-Meilenstein mit einzigartigem Kupfer-Kunstwerk
Olof-Palme-Zentrum in Berlin-Gesundbrunnen erreicht wichtigen Bau-Meilenstein
Die Erweiterungsarbeiten am Olof-Palme-Zentrum im Berliner Bezirk Gesundbrunnen haben einen entscheidenden Fortschritt gemacht. Im neuen Gebäudeteil entstehen derzeit Trockenbauwände, technische Installationen und die letzten Ausbaudetails. Ein besonderes Highlight des Projekts ist das Kunstwerk "Tausend Verbindungen", das aus recyceltem Kupfer und in Gemeinschaftsarbeit entstand.
Der Ausbau des Zentrums ist eine Reaktion auf die stark gestiegene Nachfrage nach seinen Programmen. In den vergangenen Jahren stiegen die Anfragen um jährlich über 50 Prozent – angetrieben durch globale demokratische Rückschläge. Besonders Frauenrechtsorganisationen, Jugendbewegungen und Gewerkschaften in Osteuropa und dem Globalen Süden warten am längsten: Manche stehen bereits auf Wartelisten für Schulungen und Fördergelder bis ins Jahr 2025.
Mit der Erweiterung soll die bisherige Raumnot gelindert werden, da Nachmittagstermine oft innerhalb kürzester Zeit ausgebucht sind. Nach Fertigstellung bietet das Zentrum nicht nur mehr Platz, sondern wird auch zu einem neuen Begegnungsort für die Bewohner:innen des Brunnenviertels. Seit Langem ist es eine wichtige Anlaufstelle im Kiez und veranstaltet Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien.
Im Mittelpunkt des Projekts steht das Kunstwerk "Tausend Verbindungen" des Künstlers Oliver Walker. Es verbindet einen Film, ein Buch und ein handgefertigtes Objekt aus recyceltem Kupfer. Das Metall stammt aus alten Elektrogeräten, die Anwohner:innen gesammelt, die Kabel abisoliert und das Material aufbereitet haben. Handwerker:innen aus Erzincan in der Türkei formten das Kupfer anschließend zu einem Samowar, der mit botanischen Gravuren verziert ist – ein Symbol für die vielfältigen Wurzeln der Gemeinschaft.
Das Werk wurde im Rahmen eines "Kunst-am-Bau"-Wettbewerbs ausgewählt. Die feierliche Eröffnung des erweiterten Zentrums und die Fertigstellung des Kunstwerks sind für den Herbst 2026 geplant.
Das vergrößerte Olof-Palme-Zentrum wird nicht nur die langjährige Raumknappheit beheben, sondern auch einen festen Ort für lokalen Austausch schaffen. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die kreative Verbindung zwischen Berlin und Erzincan, indem es Abfall in ein Symbol für gemeinschaftliche Verbundenheit verwandelt. Mit der Fertigstellung Ende 2026 sollen überlastete Programme entlastet und den Anwohner:innen neue Möglichkeiten eröffnet werden.






