Osterreisen: Deutsche Bahn kämpft mit Rekordbuchungen und vollen Zügen
Albertine StollOsterreisen: Deutsche Bahn kämpft mit Rekordbuchungen und vollen Zügen
Osterreisen in Deutschland könnten Rekordzahlen brechen – steigende Spritpreise treiben Urlauber in die Züge
Die Deutsche Bahn verzeichnet einen massiven Buchungsansturm, und auf den wichtigsten Reisedaten sind die Fernverkehrsverbindungen bereits fast ausgebucht. Besonders stark nachgefragt sind die Verbindungen an Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag. An manchen Tagen übertreffen die Buchungszahlen die Prognosen um zweistellige Prozentwerte. Beliebte Strecken sind unter anderem Berlin–Köln, Berlin–München und Frankfurt–Köln.
Um den Ansturm zu bewältigen, setzt die Bahn ab diesem Wochenende zusätzliche Züge ein. So werden mehr IC-Verbindungen von Nordrhein-Westfalen nach Sylt fahren, und ein neuer direkter ICE verbindet Köln mit dem Bodensee. Ab dem 2. April startet zudem der Adria-Express (ÖBB Railjet), der München direkt mit Rimini und Ancona verbindet.
Doch nicht alle Fahrten werden reibungslos verlaufen: Bauarbeiten führen auf einigen Strecken zu Einschränkungen, etwa zwischen Baden-Baden und Freiburg, wo während der Feiertage Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet wird.
Der Trend zur Bahn kommt zu einer Zeit, in der die Spritpreise aufgrund des Iran-Konflikts und der allgemeinen Ölkrise weiter steigen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 36 Prozent der Reisenden ihre Osterpläne wegen der höheren Kosten reduzieren. Bahn-Chefin Evelyn Palla begrüßte die hohe Nachfrage und führte sie direkt auf die teuren Benzin- und Dieselpreise zurück.
Mit vollen Zügen und zusätzlichen Verbindungen wird die Osterreisezeit die Kapazitäten der Deutschen Bahn auf die Probe stellen. Der Buchungsboom beim Schienenverkehr spiegelt einen größeren Wandel im Reiseverhalten wider, da die Spritkosten weiterhin hoch bleiben. Ersatzbusse und baubedingte Verspätungen könnten jedoch für manche Fahrgäste weiterhin zu Behinderungen führen.






