PETA enthüllt grausame Misshandlung von Elefanten im Wuppertaler Zoo
Hans Jürgen ZobelPETA enthüllt grausame Misshandlung von Elefanten im Wuppertaler Zoo
Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Wuppertaler Zoo vor, seine afrikanischen Elefanten misszuhandeln. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Pfleger die Tiere mit Ankus – spitzen Werkzeugen zur schmerzhaften Kontrolle – anstechen und sie zu unnatürlichem Verhalten zwingen. Die Organisation fordert nun ein sofortiges Ende dieser Praktiken.
Die Bewegbilder zeigen, wie Zoowärter im Wuppertaler Zoo Elefanten mit dem Ankus schlagen. Zudem werden die Tiere gezwungen, für Fotos Positur anzunehmen und Kunststücke vorzuführen – darunter das Reitenlassen eines Besuchers auf dem Rücken eines Elefanten. Diese Aktivitäten scheinen Teil besonderer Veranstaltungen zu sein, mit denen der Zoo zusätzliche Einnahmen generiert.
Dr. Yvonne Würz, Expertin von PETA, verurteilte den Einsatz von Ankussen als grausam und unnötig. Selbst das Elefantenbaby Tuffi werde demnach psychischem Stress ausgesetzt. PETA habe wiederholt darauf hingewiesen, dass solche Methoden den Tieren schaden und ihren komplexen Bedürfnissen in Gefangenschaft nicht gerecht werden.
Die Organisation hatte sich bereits an Wuppertals Oberbürgermeister und den Stadtrat gewandt, erhielt jedoch keine Antwort. Nun erneuert PETA die Forderung, auf "Protected Contact" umzustellen – ein sicheres System, bei dem Pfleger niemals denselben Raum wie die Elefanten betreten. Diese Methode wird in vielen modernen Einrichtungen bereits angewendet, um sowohl Tiere als auch Personal zu schützen.
PETA besteht darauf, dass der Wuppertaler Zoo den Einsatz von Ankussen einstellt und die erzwungenen Vorführungen beendet. Die Gruppe wiederholt zudem ihre grundsätzliche Ablehnung der Elefantenhaltung in Zoos und argumentiert, dass Gefangenschaft ihren artgerechten Bedürfnissen nicht gerecht werden könne. Bisher haben weder der Zoo noch die Stadt auf die Vorwürfe reagiert.






