Pheline Roggan unterstützt Collien Fernandes nach Missbrauchsvorwürfen gegen Christian Ulmen
Hans Jürgen ZobelErste 'Arschlöcher.' Star bricht Schweigen - Pheline Roggan unterstützt Collien Fernandes nach Missbrauchsvorwürfen gegen Christian Ulmen
Die Schauspielerin Pheline Roggan hat sich öffentlich hinter Collien Fernandes gestellt, nachdem diese Christian Ulmen Missbrauchsvorwürfe gemacht hatte. Roggans Stellungnahme reiht sich in eine Welle prominenter Unterstützung für Betroffene ein und spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider, wie er bereits im Fall Gisèle Pelicots zu beobachten war. Ihre Worte unterstreichen eine wachsende Bewegung, die Täter zur Verantwortung zieht, statt Opfer in Frage zu stellen.
Der Fall Gisèle Pelicot wurde 2017 bekannt, als ans Licht kam, dass sie jahrelang von ihrem Ehemann Dominique Pelicot und über 50 weiteren Männern in ihrem Zuhause missbraucht worden war. Anfangs mit Bestürzung und Mitgefühl aufgenommen, erhielt ihre Geschichte während des Prozesses 2024–2025 in Avignon eine neue Dimension. Dort wurden die Täter zu Haftstrafen von bis zu 20 Jahren verurteilt, während Pelicots würdevolles Zeugnis und ihr Einsatz für das Recht auf Selbstbestimmung sie zur feministischen Ikone machten. Bis 2026 strahlte ihr Einfluss weltweit aus, inspirierte die #MeToo-Bewegung und prägte die öffentliche Wahrnehmung sexualisierter Gewalt neu.
Nun hat sich Roggan – bekannt durch ihre Rolle in Jerks. – zu Fernandes' Unterstützung geäußert. In ihrer Erklärung lobte sie deren Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen, und betonte, dass solches Sprechen nicht nur einer einzelnen Frau, sondern unzähligen anderen helfe. Roggans Worte spiegeln Pelicots Haltung wider: Sie verlagern die Schuld weg von den Betroffenen und hin zu den Verantwortlichen.
Roggans Unterstützung fällt in eine Zeit, in der die öffentliche Debatte zunehmend anerkennt, wie wichtig es ist, Betroffenen zu glauben und sie zu bestärken. Ihre Äußerungen verdeutlichen einen tiefergreifenden kulturellen Wandel, bei dem Opfer nicht länger zum Schweigen verdammt werden, sondern für das Durchbrechen des Gewaltkreislaufs gefeiert werden.
Fernandes' Entscheidung, sich zu äußern, hat Solidarität von Persönlichkeiten wie Roggan erfahren und die Forderung nach Konsequenzen für Täter verstärkt. Die wachsende Sichtbarkeit solcher Fälle – von Pelicots richtungsweisendem Prozess bis zu aktuellen Vorwürfen – zeigt einen nachhaltigen Wandel darin, wie die Gesellschaft mit Missbrauch umgeht. Betroffene werden heute eher gehört – und Täter müssen sich zunehmend verantworten.






