13 June 2026, 22:19

Preisexplosion an der Mailänder Scala entfacht Proteststurm unter Opern-Fans

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

Preisexplosion an der Mailänder Scala entfacht Proteststurm unter Opern-Fans

Preiserhöhungen an der Mailänder Scala sorgen für Empörung

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind für einige Plätze stark angestiegen. Die Erhöhungen haben vor allem unter treuen Fans für Wut gesorgt – insbesondere bei der Gruppe der Loggionisti, die dem Theater vorwerfen, sich zu einer Einrichtung nur für Wohlhabende zu entwickeln.

Betroffen sind 36 der begehrtesten Plätze, deren Preise um über 30 Prozent gestiegen sind. Auch die Saisonabonnements wurden teurer: von 800 auf 1.050 Euro. Die Leitung betont jedoch, dass die Auswirkungen insgesamt begrenzt seien, da die meisten Plätze nur minimale Aufschläge verzeichneten – die Preise für die Galerieplätze steigen etwa von 45,56 auf 46,94 Euro über zwei Spielzeiten.

Während der Premiere von Verdis Carmen wurden die Proteste lauter. Aus den oberen Rängen regnete es Flugblätter, und die Loggionisti brandmarkten die Änderungen als „Gentrifizierung der Scala“. Die Theaterleitung wies die Kritik als übertrieben zurück und verwies darauf, dass nur eine geringe Anzahl an Plätzen betroffen sei.

Die Scala ist bereits das teuerste Theater Europas – nur das Salzburger Festspiele-Programm ist noch kostspieliger. Intendant Fortunato Ortombina versprach, unter seiner Führung keine weiteren Preiserhöhungen vorzunehmen. Die Anpassung erfolgt trotz eines Überschusses im Haushaltsplan, doch die Leitung begründet sie mit anstehenden Tarifverhandlungen und der Verlegung von Werkstätten.

Die Erhöhungen stoßen vor allem bei Stammgästen auf scharfe Kritik. Die Leitung hält die Änderungen für notwendig und in ihrem Umfang begrenzt. Vorerst sind keine weiteren Preisanpassungen geplant, solange Ortombina das Amt innehat.

Quelle