04 May 2026, 18:29

RAPK zwischen Protest und Konzert: Wie Kreuzbergs Rap-Trio den 1. Mai durcheinanderbrachte

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Demonstration durch die Straße marschieren, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Fenster, Bögen, Säulen und Skulpturen aufweist.

RAPK zwischen Protest und Konzert: Wie Kreuzbergs Rap-Trio den 1. Mai durcheinanderbrachte

Berliner Rap-Trio RAPK verbindet seine Musik seit jeher mit der Protestkultur Kreuzbergs. Ihre Texte spiegeln den Alltag im Kiez wider und setzen sich mit Themen wie Gentrifizierung, Rassismus durch Polizeikontrollen und Drogenabhängigkeit auseinander. Kürzlich kollidierte ihr traditionelles Konzert zum 1. Mai mit der revolutionären Maidemonstration – mit unerwarteten Verzögerungen zur Folge.

RAPK besteht aus Victor, Tariq und Gustav, die alle in Kreuzberg aufgewachsen sind. Ihre Prägung durch das Viertel formt ihren Sound, der gesellschaftliche Kritik mit den Rhythmen des lokalen Lebens verbindet. Die Gruppe will politische Botschaften zugänglicher machen und Menschen durch Protest und Solidarität zusammenbringen.

Am 1. Mai fiel ihr Konzert mit dem revolutionären Maiaufmarsch zusammen. Als sich die Menschenmassen versammelten, kam es zu Verzögerungen bei der Demonstration. RAPK versuchte, die Situation zu entspannen – mit Durchsagen über die Lautsprecheranlage und Instagram-Posts, um den Demonstrant:innen den Weg freizumachen. Trotz ihrer Bemühungen räumte die Band später ihre Mitverantwortung für die Störungen ein.

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Seit dem Ende der Myfest-Tradition zum 1. Mai veranstaltet das Trio jährlich ein Solidaritätskonzert. Sie sind überzeugt, dass Protest und Kultur nebeneinander existieren und sich sogar gegenseitig inspirieren sollten. Nach dem diesjährigen Vorfall haben sie sich jedoch verpflichtet, künftig für eine bessere räumliche Trennung zwischen ihren Veranstaltungen und Demonstrationszügen zu sorgen.

RAPK hat sich für die Verzögerungen während der Kundgebung entschuldigt. Künftig wollen sie ihre Herangehensweise anpassen, um ähnliche Konflikte zu vermeiden. Ihre Musik und ihr Aktivismus bleiben tief in Kreuzberg verwurzelt – dort, wo Protest und Alltag weiterhin aufeinandertreffen.

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