"Regio-Pass" verbindet lokale Nachrichten für Pendler und Kulturfans
Albertine Stoll"Regio-Pass" verbindet lokale Nachrichten für Pendler und Kulturfans
Drei regionale Zeitungen haben den "Regio-Pass" eingeführt, ein neues digitales Abo-Angebot, das sich an Leserinnen und Leser am Rande großer Städte richtet. Mit der Initiative erhalten Fußballfans und Kulturinteressierte Zugang zu Inhalten aus benachbarten Regionen, darunter Nachrichten über den SC Freiburg oder Rezensionen aus dem Festspielhaus Baden-Baden.
Das Pilotprojekt ist vor allem auf Pendler und Bewohner ausgelegt, die zwischen städtischen Zentren unterwegs sind. Abonnenten der beteiligten Zeitungen – etwa Anhänger von Vereinen wie Waldhof Mannheim oder dem KSC – können nun zusätzliche regionale Berichterstattung nutzen. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, sieht in dem Pass eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Abonnements.
Die technische Umsetzung des "Regio-Pass" übernimmt die Contentpass GmbH mit Sitz in Kleinmachnow. Das Unternehmen integriert die Bezahlinhalte der beteiligten Zeitungen. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), betrachtet das Projekt als Beispiel für die Stärken der Zusammenarbeit im lokalen Journalismus.
Der "Regio-Pass" ist nicht das einzige gebündelte Abo-Modell, das derzeit erprobt wird. Eine weitere Initiative namens "Alles plus" wurde vom Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gestartet. Diese Allianz bietet vergünstigte Pakete aus regionalen und überregionalen Titeln an. Der "Regio-Pass" bleibt jedoch ein zeitlich befristeter Test, dessen Zukunft von einer anstehenden Auswertung abhängt.
Das Projekt spricht Leser an, die zwischen Städten pendeln und eine breitere regionale Berichterstattung wünschen. Bei Erfolg könnte es weitere Kooperationen zwischen lokalen Medien fördern. Derzeit liegt der Fokus darauf, die Wirkung des Angebots zu bewerten, bevor langfristige Entscheidungen getroffen werden.






