08 May 2026, 00:29

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch die Qualität leidet unter fragwürdigen Praktiken

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text auf altem Papier, das Wasserzeichen aufweist, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch die Qualität leidet unter fragwürdigen Praktiken

Deutschland verzeichnet Rekordzahl ausländischer Studierender – doch Qualitätsbedenken wachsen

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In Deutschland hat die Zahl der internationalen Studierenden einen neuen Höchststand erreicht: Im Wintersemester 2024/25 schrieben sich über 402.000 ausländische Studierende ein – ein deutlicher Anstieg. Doch gleichzeitig mehren sich Sorgen über die Qualität der Ausbildung, die einige von ihnen erhalten, insbesondere unter indischen Studierenden, der mit knapp 60.000 Personen größten Gruppe.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat nun Alarm geschlagen, vor allem mit Blick auf bestimmte private Hochschulen. DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee wies auf Probleme bei der staatlichen Anerkennung und Akkreditierung einzelner Studiengänge hin. Seine Kritik richtete sich besonders gegen Einrichtungen in Berlin, wo fragwürdige Programme international Studierende angeblich in die Irre führen.

Mukherjee warnte zudem deutsche Hochschulen davor, mit zweifelhaften Vermittlungsagenturen in Indien zusammenzuarbeiten. Viele indische Studierende, so der DAAD-Chef, würden bereits vor ihrer Ankunft in Deutschland Opfer täuschender Praktiken dieser Agenturen. Das Problem scheint vor allem an privaten Hochschulen aufzutreten, wo die Kontrolle möglicherweise weniger streng ist als an staatlichen Einrichtungen.

Da indische Studierende die größte ausländische Gruppe stellen, sind die Risiken für sie besonders groß. Mukherjee forderte strengere Kontrollen, um Ausbeutung zu verhindern und akademische Standards zu sichern.

Die Rekordzahl internationaler Studierender unterstreicht Deutschlands wachsende Attraktivität als Studienstandort. Doch die Warnungen des DAAD zeigen auch Lücken in der Aufsicht auf – insbesondere bei privaten Hochschulen und ihren Rekrutierungspartnern. Schärfere Regulierungen könnten helfen, Studierende vor irreführenden Programmen und unseriösen Agenturen zu schützen.

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