Rheinische Post wird durch Übernahme zum größten NRW-Zeitungsverlag
Hans Jürgen ZobelRheinische Post wird durch Übernahme zum größten NRW-Zeitungsverlag
Die Rheinische Post soll nach der geplanten Übernahme westfälischer Zeitungen zur größten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen werden. Der Deal, der Anfang März bekannt gegeben wurde, folgt einer aktuellen Welle der Konzentration im deutschen Mediensektor.
Die Rheinische Post hatte Anfang März ihre Absicht erklärt, die westfälischen Titel sowie deren digitale Plattformen zu erwerben. Dieser Schritt erfolgt nur wenige Wochen, nachdem der DuMont-Verlag im Februar die Kölnische Rundschau von Heinen Verlag übernommen hatte.
Das Bundeskartellamt wird die Übernahme prüfen, dabei aber ausschließlich die Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbemarkt bewerten. Rechtlich ist die Behörde nicht befugt, zu untersuchen, wie sich die Fusion auf die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit auswirken könnte.
Sobald der Deal abgeschlossen ist, wird die Rheinische Post zum größten Tageszeitungsverlag der Region aufsteigen. Die Entwicklung spiegelt einen breiteren Trend in der Branche wider, bei dem kleinere unabhängige Verlage zunehmend von größeren Medienkonzernen übernommen werden.
Durch die Übernahme erweitert die Rheinische Post ihre Reichweite in ganz Nordrhein-Westfalen. Die Regulierungsbehörden konzentrieren sich dabei allein auf den Wettbewerb – weitergehende Bedenken hinsichtlich der Medienvielfalt bleiben unberücksichtigt. Die Transaktion markiert einen weiteren Schritt in der fortschreitenden Konsolidierung der deutschen Zeitungslandschaft.






