31 May 2026, 04:29

Sachsen-Anhalt: Wähler hinterfragen AfD-Ausschluss und signalisieren Offenheit für die Linke

Umfrage: Union-Anhänger könnten bei Bedarf mit der Linken zusammenarbeiten

Sachsen-Anhalt: Wähler hinterfragen AfD-Ausschluss und signalisieren Offenheit für die Linke

Eine neue Umfrage zeigt sich wandelnde Meinungen zu politischen Bündnissen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Immer mehr Wähler hinterfragen die Strategie, die rechtspopulistische AfD von Regierungsgesprächen auszuschließen. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, unter bestimmten Bedingungen mit der Linken zusammenzuarbeiten.

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Die Erhebung, die am 28. und 29. Mai mit 1.003 Teilnehmern durchgeführt wurde, offenbart eine gespaltene öffentliche Meinung: Fast die Hälfte der CDU/CSU-Anhänger (48 %) würde einer Koalition mit der Linken den Vorzug geben, während 27 % eine Zusammenarbeit mit der AfD bevorzugen. Zugleich glauben 45 % aller Befragten, dass die sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD der Partei tatsächlich zu mehr Einfluss verholfen hat.

Die CDU hat wiederholt betont, weder mit der Linken noch mit der AfD eine Koalition oder formelle Partnerschaft eingehen zu wollen. In Sachsen-Anhalt bleibt jedoch eine Minderheitsregierung denkbar – was im Einzelfall Absprachen mit der Linken nötig machen könnte, um eine arbeitsfähige Mehrheit zu sichern.

Da nach der Wahl voraussichtlich keine klare Mehrheit zu erwarten ist, könnte die Regierungsbildung von der Unterstützung entweder der Linken oder der AfD abhängen. Die Umfrage weist eine Fehlerquote von plus/minus 3,1 Prozentpunkten auf.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wähler traditionelle politische Grenzen neu bewerten. Sollte keine Partei eine absolute Mehrheit erringen, könnte eine fallweise Zusammenarbeit mit der Linken unvermeidbar werden. Der strikte Kurs der CDU gegen sowohl die AfD als auch die Linke könnte angesichts der Wahlergebnisse unter Druck geraten.

Quelle