Schleswig-Holsteins Rüstungsindustrie feiert ein überraschendes Comeback mit Milliardeninvestitionen
Hans Jürgen ZobelKoch: Energie- und Verteidigungs-Technologie bieten Chancen für den Norden - Schleswig-Holsteins Rüstungsindustrie feiert ein überraschendes Comeback mit Milliardeninvestitionen
Schleswig-Holstein erlebt eine Renaissance seiner Rüstungsindustrie
Angesichts wachsender Militärinvestitionen rückt in Schleswig-Holstein die Verteidigungsbranche wieder stärker in den Fokus. Die lange Tradition des Landes als militärischer Stützpunkt während des Kalten Krieges trägt nun Früchte – mit neuen Projekten und Aufträgen. Politische Verantwortliche sehen darin erhebliche wirtschaftliche Chancen.
Ein Zeichen für die aktuelle Stärke des Sektors ist der Baubeginn der neuen Fertigungsstätte 3 des Rüstungskonzerns FFG in Handewitt. Zudem profitiert das Land von der Reaktivierung alter Militärstandorte, darunter Marinefliegerhorst in Kiel und ehemalige Einrichtungen in Boostedt.
Die Landesregierung unterstützt die Übernahme der German Naval Yards durch ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), Deutschlands größten Marine-Schiffbauer. Damit soll Kiels Position als zentraler Schiffbaustandort gesichert werden. Ein weiterer Impuls kommt von einer geplanten Bestellung gepanzerter Radfahrzeuge des finnischen Herstellers Patria – die Wartung und Instandsetzung übernimmt das in Flensburg ansässige Unternehmen FFG.
Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, betont das wirtschaftliche Potenzial für Schleswig-Holstein. Zwar treibe vor allem der rasante Ausbau der erneuerbaren Energien die Entwicklung voran, doch sieht er auch in der Rüstungsindustrie – insbesondere in maritimer Technologie und Landfahrzeugen – eine große Chance.
Mit neuer Infrastruktur, reaktivierten Militärstandorten und frischen Aufträgen wächst die Verteidigungsbranche in Schleswig-Holstein. Die historische Verbindung des Landes zum Militär, kombiniert mit aktuellen Investitionen, könnte der Region ein wirtschaftliches Wachstum in diesem Sektor bescheren.
A Decade of Growth: Schleswig-Holstein's Defense Sector Expands
New historical data reveals the scale of Schleswig-Holstein's defense industry a decade ago. In 2005, the region's 22 defense firms employed 4,600 workers and generated 1.56 billion euro in turnover. This early success laid the groundwork for modern projects like FFG's new factory and the TKMS acquisition mentioned in the original article. The 2005 figures show a thriving sector even before recent military investments accelerated.






