14 April 2026, 22:21

Schulgewalt und Mobbing: Warum die AfD-Debatte die Gesellschaft spaltet

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem farbenfrohen "Students for Future"-Schild gegen eine Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Schulgewalt und Mobbing: Warum die AfD-Debatte die Gesellschaft spaltet

In Deutschland ist eine hitzige Debatte über steigende Gewalt und Mobbing an Schulen entbrannt. Ausgelöst wurde die Diskussion durch zwei Anträge der rechtspopulistischen AfD, die eine strengere Erfassung von Schulgewalt sowie Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing fordert. Kritiker werfen der Partei jedoch vor, das Problem durch die Verknüpfung mit Migration zu vereinfachen.

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Die Debatte begann, als die AfD Vorschläge einreichte, die eine bessere Dokumentation gewalttätiger Vorfälle an Schulen verlangten. Zudem drängte die Partei auf Schritte gegen Mobbing mit religiösem Hintergrund. Die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch behauptete, die eskalierende Gewalt stehe in Zusammenhang mit "massiven Problemen durch Migration".

Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, wies die AfD-Thesen zurück. Zwar bestätigte sie, dass Gewalt und Mobbing zugenommen hätten, Migration sei jedoch nicht die Ursache. "Migration ist nicht das Problem an unseren Schulen", betonte sie. Esken argumentierte, Konflikte entstünden oft, wenn Schülern die Fähigkeit zur Konfliktlösung fehle.

Auch andere Parteien meldeten sich zu Wort. Vertreter von Union, Grünen und Linken erkannten zwar die Ernsthaftigkeit der Schulgewalt an, kritisierten die AfD aber dafür, ein komplexes Thema auf einen einzigen Faktor zu reduzieren. Die Anträge wurden schließlich zur weiteren Prüfung in die Ausschüsse überwiesen.

Aktuelle Daten unterstreichen die Dimension des Problems: Polizeistatistiken verzeichnen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern. Zudem ist fast jeder fünfte Schüler von Cybermobbing betroffen.

Die AfD-Anträge werden nun geprüft, doch die Debatte hat bereits tiefe Gräben bei der Ursachensuche offengelegt. Angesichts der steigenden Fallzahlen stehen Politiker unter Druck, sowohl die akuten Risiken als auch die zugrundeliegenden Faktoren anzugehen. Die Diskussion wird voraussichtlich anhalten, während Schulen und Verantwortliche nach wirksamen Lösungen suchen.

Quelle