17 April 2026, 02:22

Sicherheitsgefühl schwindet nachts – doch wo ist die Gefahr wirklich am größten?

Eine dunkelthematische U.S.-Karte, die den prozentualen Anteil an Gewaltverbrechen pro 100.000 Einwohner in jedem Bundesstaat anzeigt, mit zusätzlichen Datendetails im Text unten.

Sicherheitsgefühl schwindet nachts – doch wo ist die Gefahr wirklich am größten?

Sicherheitsbedenken variieren stark je nach Zeit, Ort und persönlichen Umständen. Während sich die meisten Menschen zu Hause sicher fühlen, steigt die Angst mit Einbruch der Dunkelheit – besonders in abgelegenen oder schlecht beleuchteten Gebieten. Neue Daten zeigen zudem, wie sich Kriminalität und die Furcht davor zwischen Städten und ländlichen Regionen unterscheiden, aber auch zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen.

Über 90 % der Menschen geben an, sich in ihrer Nachbarschaft und in den eigenen vier Wänden sicher zu fühlen. Doch dieses Vertrauen schwindet, wenn sie nach Sonnenuntergang allein in öffentlichen Räumen unterwegs sind. Schlechte Beleuchtung und menschenleere Straßen verstärken das Unbehagen – selbst wenn diese Orte nicht immer die gefährlichsten sind.

Die Angst vor sexueller Belästigung stellt für Frauen ein besonderes Problem dar: Etwa jede vierte Frau macht sich Sorgen darüber, bei Männern ist es nur etwa einer von vierzehn. Diese Diskrepanz spiegelt die unterschiedlichen Sicherheitserfahrungen der Geschlechter wider.

Kriminalität selbst ist in städtischen Gebieten häufiger als auf dem Land. Städte bieten mehr Gelegenheiten für Straftaten, was unter anderem an der jüngeren Bevölkerung und dem höheren Fußgängeraufkommen liegt. Die Statistik zu Gewaltverbrechen zeigt, dass fast drei von zehn Vorfällen im öffentlichen Raum passieren, während zwei von zehn in Privathaushalten geschehen. Verkehrs­knotenpunkte wie Bahnhöfe bilden hier eine Ausnahme: Hier decken sich sowohl die Angst als auch die tatsächlichen Kriminalitätsraten – vor allem bei Diebstahl und Körperverletzung.

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Junge Männer tauchen in den Kriminalstatistiken am häufigsten auf, wobei die Deliktzahlen bei beiden Geschlechtern in dieser Altersgruppe am höchsten sind. Forscher nennen zwei zentrale Risikofaktoren für gewalttätiges Verhalten in dieser Gruppe: die Erfahrung von Gewalt in der Kindheit und der Umgang mit kriminellen Peers. Dennoch stimmen die sogenannten "Angsträume" – Orte, an denen sich Menschen besonders bedroht fühlen – nicht immer mit den tatsächlichen Kriminalitätsschwerpunkten überein.

Die Kluft zwischen wahrgenommener Gefahr und realen Brennpunkten legt nahe, dass Maßnahmen zur öffentlichen Sicherheit sowohl die tatsächlichen Risiken als auch die psychologischen Ängste berücksichtigen müssen. Bahnhöfe bleiben dabei eine klare Priorität, da sie sowohl als Hochrisiko- als auch als Hochangstzonen gelten. Gleichzeitig unterstreichen die deutlichen Unterschiede in der Sicherheitswahrnehmung – je nach Geschlecht, Alter und Umfeld – die Notwendigkeit gezielter Strategien, um die Verwundbarkeit dort zu verringern, wo sie am stärksten empfunden wird.

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