Sieben Jahre Isolation: Mutter sperrt Tochter ein und täuscht Behörden
Hans Jürgen ZobelSieben Jahre Isolation: Mutter sperrt Tochter ein und täuscht Behörden
Ein junges Mädchen wurde von seiner Mutter fast sieben Jahre lang isoliert gehalten. Im September 2022 befreit, litt es unter schweren Entwicklungsstörungen und konnte kaum noch laufen. Die Mutter wurde nun wegen ihrer Taten zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Das Martyrium des Kindes begann, als es erst ein Jahr alt war. Eingeschlossen im Haus der Großeltern, erhielt es weder Schulbildung noch ärztliche Versorgung. Die Mutter verheimlichte die Situation jahrelang und log sogar, sie seien nach Italien gezogen.
2015 äußerte der Vater des Mädchens nach einem Besuch in Deutschland Bedenken. Er wandte sich an den Jugendschutz, doch die Täuschung ging weiter. Angehörige folgten den Anweisungen der Mutter und halfen, die Wahrheit zu vertuschen.
Erst im Sommer 2022 leiteten die Behörden offizielle Ermittlungen ein. Sie deckten die Isolation des Mädchens auf und befreiten es im September desselben Jahres. Zu diesem Zeitpunkt hatte es massive Bewegungsprobleme und hatte fast verlernt zu laufen.
Die Mutter wurde später wegen Entführung, Freiheitsberaubung und Misshandlung verurteilt. Das Urteil spiegelt das Ausmaß des Leidens des Kindes und die jahrelange Täuschung wider.
Die Rettung des Mädchens erfolgte nach Jahren der Isolation und Vernachlässigung. Nun steht ihm ein langer Weg der Erholung von den Entwicklungsdefiziten bevor. Gleichzeitig beendet die Haftstrafe der Mutter einen Fall, der Behörden und Angehörige gleichermaßen erschüttert hat.






