21 March 2026, 14:21

Sixt muss gekündigte Mitarbeiter nach Betriebsratsversuch zurücknehmen

Schwarze und weiße Zeichnung der Union Works in Baltimore, Maryland, mit Gebäuden, Bäumen und Rauch im Hintergrund sowie Text unten.

Sixt muss gekündigte Mitarbeiter nach Betriebsratsversuch zurücknehmen

Drei Mitarbeiter des Autovermieters Sixt wurden entlassen, nachdem sie versucht hatten, einen Betriebsrat zu gründen. Die Kündigungen führten zur Absage der geplanten Wahl und lösten rechtliche Schritte der Gewerkschaft Verdi aus. Nun hat ein Gericht zugunsten der Arbeitnehmer entschieden und ihre Wiedereinstellung angeordnet.

Der Streit begann, als drei Sixt-Mitarbeiter in Düsseldorf die Einrichtung eines Betriebsrats vorantrieben. Noch vor ihrer Entlassung sollen sie Bedrohungen ausgesetzt gewesen sein und wurden beurlaubt. Ihre Kündigungen vereitelten die geplante Wahl und ließen die Niederlassung ohne Arbeitnehmervertretung zurück.

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Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf urteilte später, dass Sixt die Mitarbeiter zu Unrecht entlassen habe. Es verpflichtete das Unternehmen zur Wiedereinstellung und erklärte die Kündigungen für rechtswidrig. Trotz dieses Erfolgs gibt es in der Filiale nach wie vor keinen Betriebsrat.

Die Gewerkschaft Verdi reagierte mit der Einreichung einer Strafanzeige gegen die Sixt-Führung. Sie wirft dem Unternehmen vor, die Arbeit von Betriebsräten zu behindern und demokratische Wahlen zu untergraben. Sixt hingegen behauptet, die Belegschaft habe in geheimen Abstimmungen wiederholt einen Betriebsrat abgelehnt.

Der Fall hat auch politische Aufmerksamkeit erregt. Der SPD-Abgeordnete Kianusch Stender kündigte an, die Angelegenheit im Wirtschaftsausschuss thematisieren zu wollen. Unterdessen streben die entlassenen Mitarbeiter weitere rechtliche Schritte an, um ihre Positionen zu sichern und eine faire Behandlung durchzusetzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sixt mit solchen Vorwürfen konfrontiert wird. Frühere Versuche, im Unternehmen einen Betriebsrat zu gründen, seien angeblich auf Widerstand und Kündigungen gestoßen.

Das Gerichtsurteil zwingt Sixt zwar zur Rückkehr der drei Mitarbeiter, doch die Düsseldorfer Niederlassung hat weiterhin keinen Betriebsrat. Der Rechtsstreit geht weiter, und die Arbeitnehmer sind entschlossen, gegen ihre Behandlung vorzugehen. Auch die Strafanzeige von Verdi wird noch von den Behörden geprüft.

Quelle