29 March 2026, 16:24

Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann entfacht politische Debatte über Nationalhymne

Ein Smiley mit den Farben Rot, Gelb und Weiß der deutschen Flagge auf weißem Hintergrund.

Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann entfacht politische Debatte über Nationalhymne

Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann löst Debatte aus

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein Benefizkonzert für einen abberufenen Feuerwehrmann hat für Aufsehen gesorgt, nachdem es Hunderte Unterstützer und politische Aufmerksamkeit auf sich zog. Richard Mänder, ein Feuerwehrmann aus Bad Belzig, verlor seine Richtertätigkeit bei einer Feuerwehrmeisterschaft, weil er eine umstrittene Version der deutschen Nationalhymne abgespielt hatte. Als Reaktion veranstaltete Schlagerlegende Heino ein Konzert zu Mänders Unterstützung, das rund 800 Besucher anzog.

Bei der Veranstaltung waren auch rechtsextreme Persönlichkeiten anwesend, und ein AfD-Politiker lobte das Konzert, während Kritiker Heino vorwarfen, politische Tendenzen zu vertreten – was dieser zurückweist.

Der Streit begann, als Mänder bei einem Bundeswettbewerb der Feuerwehren in Sachsen Heinos Aufnahme der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren – inklusive aller drei Strophen – abspielte. Der Deutsche Feuerwehrverband entband Mänder daraufhin von allen Schiedsrichteraufgaben und erklärte die Entscheidung für endgültig. Mänder hatte die Aufnahme auf YouTube gefunden und für die Eröffnung des Wettbewerbs genutzt.

Heino, bekannt für Hits wie Schwarzbraun ist die Haselnuss, kritisierte Mänders Entlassung als überzogen. Sein Manager, Helmut Werner, argumentierte, Mänder verdiene eine zweite Chance, und bezeichnete Kritiker als "ahnungslose Analphabeten". Werner betonte zudem, dass Heinos Team die Verwendung dieser Version der Hymne beim Wettbewerb nicht gutgeheißen habe.

Beim Konzert in Bad Belzig tanzten die Besucher zu Liedern wie Karamba, Karacho, ein Whiskey und Die schwarze Barbara. Einige Männer im Publikum skandierten Ostdeutschland, Ostdeutschland!, während auch die Schlagersängerin Melanie Müller auftrat, die zuvor wegen des Hitlergrußes verurteilt worden war. Gleichzeitig veranstaltete eine gegnerische Gruppe am selben Abend in derselben Stadt eine Party für Vielfalt.

Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen nahmen aus Solidarität an Heinos Konzert teil und bezeichneten Mänders Strafe als zu hart. Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, lobte die Veranstaltung auf Instagram als Zeichen von Gemeinschaft. Mänder plant nun, eigene jährliche Meisterschaften zu organisieren – ein Schritt, der laut dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes die Spaltungen in der Feuerwehrwelt vertiefen könnte.

Das Konzert hat die Spannungen um Meinungsfreiheit, politische Symbolik und Disziplin innerhalb der deutschen Feuerwehren verdeutlicht. Mänders künftige Veranstaltungen könnten die Meinungen unter Feuerwehrleuten und in der Öffentlichkeit weiter polarisieren. Heinos Team betont unterdessen, das Konzert habe der Unterstützung gegolten und sei nicht politisch motiviert gewesen.

Quelle