06 May 2026, 12:24

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU/CSU zeigt erste Risse

Karte von Deutschland, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 nach Bundesländern zeigt, wobei die Bundesländer rot und blau markiert sind und Text die Namen der Kandidaten und das Datum der Wahl angibt.

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU/CSU zeigt erste Risse

Jens Spahn hat sich eine weitere Amtszeit als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gesichert. Bei der Abstimmung erhielt er 86,5 Prozent Zustimmung – doch das Ergebnis offenbart auch wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Partei. Kritiker verweisen auf frühere Kontroversen, darunter kostspielige Beschaffungspannen und Führungsfehler während seiner Zeit als Gesundheitsminister.

An der Wahl nahmen 196 Abgeordnete teil. 167 stimmten für Spahn, 26 dagegen, drei enthielten sich. Damit unterstützten nur 80 Prozent der insgesamt 208 Fraktionsmitglieder aktiv seine Wiederwahl.

Spahns Führung stand wiederholt in der Kritik. Als Gesundheitsminister wurde ihm vorgeworfen, durch leichtsinnige Verträge für Schutzmasken rund sechs Milliarden Euro verschwendet zu haben. Seine Gegner nennen zudem weitere Pannen, etwa das gescheiterte Verfahren zur Kanzlerkandidatur oder abgesagte Richterernennungen. Zuletzt sorgte er für Gegenwind, als er Sozialkürzungen vorantrieb, während gleichzeitig Finanzmissmanagement in seinem Verantwortungsbereich bekannt wurde.

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Das Ergebnis spiegelt die tiefer liegenden Spannungen in der Unionspartei wider. Da CDU/CSU in Umfragen mittlerweile hinter der rechtspopulistischen AfD liegen, wächst die interne Nervosität. Beobachter gehen davon aus, dass der nächste Machtkampf Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz treffen könnte – die Abstimmung gilt als subtiles, aber deutliches Signal an die Parteispitze.

Spahn bleibt zwar im Amt, doch die Wahl legt die Risse in der CDU/CSU offen. Zwar handelt es sich nicht um eine direkte Abfuhr, doch das Votum könnte weitere Fragen zur Führungskompetenz der Partei aufwerfen. Nun wird genau beobachtet, wie Kanzler Merz auf die veränderten Machtverhältnisse reagiert.

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