02 April 2026, 10:22

Spätaussiedler in Friedland: Nur noch 4.238 Neuankömmlinge im Jahr 2025 registriert

Alter Umschlag mit einem deutschen Stempel von 1909, frankiert "Österreich - Deutschland - Cover nach Deutschland - 7. August 1909".

Spätaussiedler in Friedland: Nur noch 4.238 Neuankömmlinge im Jahr 2025 registriert

Friedland, das zentrale Aufnahmelager für Spätaussiedler in Niedersachsen, registrierte 2025 insgesamt 4.238 Personen. Diese Zahl stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den Zehntausenden dar, die in den vorherigen Jahrzehnten jährlich ankamen. Das Lager koordiniert zudem Integrationsprogramme, darunter Sprach- und Orientierungskurse für Neuankömmlinge.

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In den 1990er-Jahren und frühen 2000ern wanderten jährlich Zehntausende Spätaussiedler aus Kasachstan nach Deutschland aus. Auf dem Höhepunkt wurden allein aus Kasachstan über 38.000 Menschen pro Jahr erfasst. Seitdem sind die Zahlen jedoch kontinuierlich gesunken.

2025 wurden in Friedland nur noch 1.079 Personen aus Kasachstan registriert. Der allgemeine Trend zeigt einen stetigen Rückgang über die letzten 15 Jahre. Neben kasachischen Spätaussiedlern verzeichnete das Lager 2.562 aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan.

Im vergangenen Jahr prüften die Behörden 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler. Davon wurden 3.700 bewilligt – ein Zeichen für den zwar anhaltenden, aber deutlich verringerten Zuzug.

Der Rückgang der Spätaussiedlerzahlen ist im Vergleich zu früheren Jahrzehnten offensichtlich. Friedland bleibt dennoch die zentrale Einrichtung für die Aufnahme und Integration dieser Neuankömmlinge in Niedersachsen. Die Rolle des Lagers bei Sprachkursen und Orientierungshilfen bleibt bestehen, während die Neuankömmlinge sich in Deutschland einleben.

Quelle