27 March 2026, 18:22

SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups und Börsenkandidaten

Alter deutscher Regierungskursbuch mit rotem Stempel, mit Text, Zahlen und zusätzlichen Stempeln.

SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups und Börsenkandidaten

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, schrittweise ein kapitalgedecktes Rentensystem in die gesetzliche Rentenversicherung Deutschlands einzuführen. Der Vorschlag kommt kurz nach der Bundestagsentscheidung zur Reform der privaten Altersvorsorge und fällt in eine Phase, in der die SPD eine umfassendere Reformagenda finalisiert.

Ziel des Plans ist es, Investitionen in wachstumsstarke Unternehmen zu fördern und gleichzeitig die WIN-Initiative auszubauen – einen Fonds, der ursprünglich bis 2030 ein Volumen von 12 Milliarden Euro erreichen sollte, durch die neuen Reformen jedoch auf 25 Milliarden Euro anwachsen könnte. In ihrem Positionspapier schlagen die Abgeordneten die Schaffung eines "Bundesrentenfonds" vor, der bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups und europäische Unternehmen stecken könnte, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Anfangs wäre dieser Fonds als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorge konzipiert. Langfristig soll er jedoch dazu beitragen, Teile der gesetzlichen Rente kapitalgedeckt zu finanzieren.

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Zudem sollen regulatorische Hürden abgebaut werden, um Versicherungen und Pensionsfonds mehr Spielraum für Investitionen in Start-ups zu geben. Privatpersonen würden von neuen Tranchen in Dachfonds profitieren, die ihnen den Zugang zu wachstumsstarken Unternehmen erleichtern. Der Vorschlag passt in die übergeordnete Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, die auch Steuererleichterungen für Forschung und Entwicklung in jungen Unternehmen vorsieht.

Bei Umsetzung könnten diese Maßnahmen das Wachstumsziel der WIN-Initiative verdoppeln. Der Fonds würde betriebliche Altersvorsorge, private Vorsorgeprodukte und schließlich auch die gesetzliche Rente durch kapitalgedeckte Anlagen stärken. Die Reformen würden die Anlageoptionen für institutionelle und private Anleger erweitern. Durch die Ausrichtung des Bundesrentenfonds auf Start-ups und Unternehmen vor dem Börsengang soll der Innovationsstandort Deutschland gestärkt werden. Wird der Plan angenommen, könnte er die Finanzierung der Rente neu gestalten und gleichzeitig den Kapitalfluss in aufstrebende Unternehmen erhöhen.

Quelle